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Herausforderung Klimawandel – mit abgestimmten und robusten Maßnahmen Klima und Bevölkerung bestmöglich schützen

Klimaschutz und Anpassung an Klimawandel erfordern abgestimmte Maßnamen angesichts nicht genau bekannter Gefahren. Für Regionen ergeben sich spezifische Herausforderungen aber auch spezifische Chancen (z.B. Bioenergie, relativ kühles Klima...). Inzwischen können auch regionale Klimaszenarien genutzt werden. Dieses Projekt entwickelt - exemplarisch für den Bezirk Murau (Steiermark) - einen Abstimmungsprozess, in dem lokale Fachleute koordinierte und möglichst robuste Strategien entwickeln können.

 

Themen: Raumplanung, Forstwirtschaft, Landwirtschaft, Tourismus
Ort: Region Murau (Obersteiermark / AT)
Start: 01.08.2007
Dauer: 2 Jahre
Kontakt: Philipp Späth (IFZ), sowie Josef Bärnthaler, Energieagentur Obersteiermark (für 'Energievision Murau')

Herausforderung Klimawandel

Ziele

Da die bestehenden Institutionen der Regionalentwicklung durch den Klimawandel vor ganz neue Herausvorderungen (Unsicherheit, Wechselwirkungen, etc.) gestellt sind, ist das bestmögliche Verfahren zur Abstimmung von integrierten Maßnahmenportfolios (mögl. effektive & effiziente Anpassung & Klimaschutz) erst neu zu entwickeln. Dabei sind intersektorale Koordination & die Prüfung der Robustheit von Maßnahmenbündeln unter verschiedenen Szenarien (im Hinblick auf Klima & gesellschaftliche Entwicklung) notwendig. In diesem Projekt wird mit diesen Elementen & mit 6 'Prinzipien der Maßnahmenplanung' experimentiert, um ein Modell zu entwickeln, das ähnliche Regionen übernehmen können.

Ziele:
a) eine fruchtbare Diskussion unter Fachleuten und der Bevölkerung in Murau anzustoßen, wie Gefahren effektiv & effizient & flexibel begegnet & Chancen optimal genutzt werden können.
b) Ein übertragbares Modell für solche regionalen Diskussionsprozesse in die internationale Diskussion einzubringen.

 

Aktivitäten

- In der Region Murau werden mehrere Workshops durchgeführt in denen Stakeholder aus der Region eingeladen sind, gemeinsam Strategien der Anpassung an die zu erwartende Klimaveränderung für einen Zeithorizont 2041-2050 zu entwickeln. 
- Angestoßen wird der Prozess durch regional spezifizierte Klimaszenarien basierend auf einem regionalisierten Klimamodell für den alpinen Raum. 
- Zunächst wurden internationale Beispiele von regionalen Prozessen auf evt. Übertragbares untersucht(SEERA, AMICA...). 
- Gemeinsam mit den lokal verantwortlichen Fachleuten wird in Murau ein Verfahren der sektoralen & intersektoralen Abstimmung anhand verschiedener Szenarien (robuste Maßnahmen-Portfolio) entwickelt. 
- Dieses Verfahren wird dann durch die regionalen Fachleute umgesetzt, wobei sie durch ExpertInnen verschiedener Fachrichtungen unterstützt werden (Regionalplanung, Klimamodellierung, Politikwissenschaft u.a.) 
- Die Übertragbarkeit v. Erfahrungen wird m. internationalen Fachleuten kritisch diskutiert

 

Ergebnisse

Nach weniger als der Hälfte der Laufzeit und einem ersten Stakeholder-Workshop in Murau zeichnen sich bereits folgende Erkenntnisse ab: 
- Für die Identifizierung und Gewinnung relevanter, kompetenter & geeigneter TeilnehmerInnen ist eine regional bestens verankerte und anerkannte Einrichtung von größter Wichtigkeit, um einen breitest möglichen partizipativen Prozess zu gewährleiten 
- Die wissenschaftlichen Impulse (Klimaszenarien) müssen von höchster Qualität sein und sehr sorgfältig kommuniziert werden (Umgang mit Unsicherheiten, Detaillierungsgrad etc.), da sie existenzielle Interessen von Stakeholdern berühren (Tourismus, E-Wirtschaft, Landwirtschaft...). Es ist zunächst ein vertrauensvoller Rahmen für eine offene Diskussion zu schaffen. 
- Die Zusammensetzung von verschiedenen Diskussionsrunden mit unterschiedlichen TeilnehmerInnen (Agenden, Artikulationsinteresse etc.), sowie deren Moderation erfordert viel Überlegung und Kenntnis der potentiellen TeilnehmerInnen.

 

TrägerIn der Massnahme

Das IFZ ist ein Kompetenzzentrum für Fragen der sozial- und umweltverträglichen Technikgestaltung und sozialer Lernprozesse. Ziel des IFZ ist es, Zusammenhänge zwischen Technik, Wissenschaft und Gesellschaft zu erforschen und auf dieser Basis neue Zugänge zum gesellschaftlichen Umgang mit Technik und Klimawandel zu entwickeln.

Themenschwerpunkte:
- ökologische Produktpolitik
- Energie & Klima