Manuel Herrmann, CIPRA Schweiz | Anna Mehrmann, CIPRA International
«Alpen in Bewegung» macht lokales Engagement grenzüberschreitend sichtbar
Viele Organisationen engagieren sich lokal für ihre Anliegen. Am 29. August 2026 schlossen sie sich erstmals unter dem Dach von «Alpen in Bewegung» zusammen. Denn Herausforderungen wie Klimakrise, Artensterben, Massentourismus und Verkehrsbelastung machen nicht an Grenzen halt.
Weitere News
Francesco Pastorelli, CIPRA Italia
Ein Hitze-Sommer auch für die Gletscher
Vom 17. August bis zum 3. September 2026 durchquerte die «Gletscherkarawane» den Alpenbogen, um den Zustand verschiedener Alpengletscher zu untersuchen: Eine Nullgradgrenze über 4.800 Metern, wenig Schnee und Trockenheit sind die Ursachen für den Rückgang, die Instabilität und den Zusammenbruch der Gletscher. Verstärkte Massnahmen zur Eindämmung des Klimawandels und zur Anpassung an dessen Folgen sind dringender denn je.
Francesco Pastorelli, CIPRA Italia
Bergstrassen als Geschäftsmodell?
Eine Hochgebirgsstrasse inmitten atemberaubender Ausblicke und Naturlandschaften von seltener Schönheit zu befahren – das zieht immer mehr Menschen an. Ob zu Fuss, mit dem Fahrrad oder dem E-Bike und leider immer noch mit viel zu vielen Kraftfahrzeugen.
Laura Haberfellner, CIPRA International Lab
Zuhause verlassen, verbunden bleiben
Das Projekt OUT4INGOV widmete sich über eineinhalb Jahre lang dem Thema Jugendmigration in den Alpen und setzte in den drei Pilotregionen in Maribor/SI, Trentino/I und Vesoul/F innovative Massnahmen um. Den Abschluss machte eine Konferenz Mitte Juli 2026 in Frankreich.
Michael Gams, CIPRA International
Transitverkehr reduzieren: Brenner-Demo setzte ein Zeichen
Ruhe statt Verkehrskollaps: Der 30. Mai 2026 war ein ungewöhnlich ruhiger Samstag am Brennerpass, das befürchtete Verkehrschaos angesichts der angekündigten Demonstration und zeitweisen Sperre der Brennerautobahn blieb aus. Rund 5‘000 Demonstrierende setzten ein deutliches Zeichen für die wachsende Betroffenheit der Bevölkerung entlang der Transitrouten. Die Protestaktion zeigte einmal mehr, wie notwendig wirksame Massnahmen zur Reduktion des Transitverkehrs sind.
Veranstaltungen
Hier gibt es gerade nichts zu sehen. Schau doch mal in den anderen Ländern!
Projekte
CIPRA Deutschland
ReSkiLience
Veraltete und stillgelegte Skianlagen belasten zunehmend Natur und Landschaft in den Alpen. Das Interreg-Alpine-Space-Projekt ReSkiLience kartiert diese Anlagen und erforscht in Pilotregionen gemeinsam mit Bürger*innen nachhaltige Lösungen für Nachnutzung, Renaturierung und Rückbau. Die Ergebnisse fließen in politische Empfehlungen ein, damit die Lösungsansätze auch in anderen Regionen umgesetzt werden können.
CIPRA International Lab
AfterAlpineIce
Wie sehen die Alpen ohne Eis und Gletscher aus? Die Klimakrise beschleunigt den Gletscherrückgang und verändert den Alpenraum grundlegend. Was auf den ersten Blick wie ein Wandel des Landschaftsbildes erscheint, hat weitreichende Folgen: Ökosysteme und Wasserhaushalte geraten aus dem Gleichgewicht, die Bodenentwicklung verändert sich, das lokale Klima wandelt sich, und natürliche Prozesse im Hochgebirge werden dauerhaft beeinflusst.
CIPRA International Lab
WISER
Die Alpen verfügen über vielfältige natürliche Ressourcen und eine lange Tradition in der Verarbeitung von Naturfasern wie Wolle, Hanf, Flachs oder Seide. Dennoch bleiben viele dieser Potenziale heute ungenutzt: Regionale Verarbeitungsstrukturen sind teilweise verschwunden, traditionelles Wissen geht verloren und Wertschöpfung findet oft ausserhalb der Alpen statt. Gleichzeitig wächst der Bedarf an nachhaltigen, kreislauffähigen Alternativen in der Textilwirtschaft.
