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Energieeffiziente Gemeinde

Die Gemeinde Mäder hat sich mit dem Beitritt zum Klimabündnis (1993) verpflichtet den CO2 Ausstoß bis 2010 zu halbieren. Bei der Gemeindeentwicklungsplanung 1992 wurde definiert, dass die Gemeinde einen Umweltmustergemeinde werden will. Mit einem Maßnahmenbündel sollen diese Ziele erreicht werden. Hier werden des Energiekonzept und der jähliche Energiebericht eingereicht. Damit will die Gemeinde Vorbild sein und durch ständige Information und Anreize die Bevölkerung zum Mitwirken erreichen.

 

Themen: Gebäude und Siedlungen, Energieversorgung, Verkehr und Mobilität, Raumplanung
Ort: Gemeinde Mäder (Vorarlberg/AT)
Start: 01.01.1999
Dauer: andauernd, seit circa 1992
Kontakt: BM Rainer Siegele, Gemeinde Mäder (E-Mail)

Mäder

Ziele

Die Gemeinde hat im eigenen Wirkungsbereich das Klimabündnisziel erreicht. Jetzt geht es darum die Bewohner und andere Gemeinden ebenfalls zur CO2 Reduktion zu animieren und Anreize dazu zu schaffen. Damit soll ein nachhaltiges Leben im Alperaum ermöglicht werden. Die Gemeinde Mäder wird sich auch in Zukunft dem sinnvollen Energieeinsatz widmen und bei allen Entscheidungen die externen Kosten mit einbeziehen. Ein wesentlicher Schwerpunkt des Energiekonzeptes stellt die Motivation und Schulung der Bevölkerung zum verantwortungsbewussten Umgang mit Energie dar. Dazu enthalten alle vier jährlichen Ausgaben des „Mäderer Usscheall’r“ mindestens einen Artikel zum Thema „Energieeinsparung“ und/oder „umweltfreundliche Energienutzung“. Jedes Jahr finden wenigstens zwei Veranstaltungen (Feste) zum Thema „Energie“ statt. Nach folgenden Prioritäten soll vorgegangen werden: - Energieeinsparung - Energiebereitstellung durch erneuerbare Energieträger

 

Aktivitäten

Der Energieverbrauch der gemeindeeigenen Einrichtungen wird seit 1994 monatlich abgelesen und in einer Datei verwaltet. Dadurch können Veränderungen sehr gut verfolgt werden. Seit 2002 werden diese Daten inForm eines Energieberichtes zussammengefasst und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Gemeinde Mäder ist Besitzerin mehrerer Gebäude und Anlagen. Diese Gebäude und Anlagen weisen fast alle einen überdurchschnittlichen Wärmeschutz auf. Trotzdem werden wo es möglich ist Verbesserungen vorgenommen. Außerden sollen durch die Erarbeitung von Kennzahlen (Indikatoren) die Verfolgung der Energieverbräuche und der Vergleich mit anderen Gemeinden erleichtert werden. Einen ersten Versuch stellen die CO2-Bilanz und die Kennzahlen 2001 dar, die seither laufend aktualisiert wurde.

Ergebnisse

Bei Sanierungen wird grundsätzlich die Technik mit der höchsten Energieeinsparung und dem geringsten Umweltschaden verwendet. Dieses Prinzip wird durchgängig angewendet. so wurden in der Volksschule die Scheiben getauscht und Konstruktionen mit einem u-Wert von 3,00 W/m²K durch Konstruktionen mit einem u-Wert von 0,50 W/m²K ersetzt und die Außenwände nachträglich gedämmt. Desgleichen wurden die Scheiben in der Schrägverglasung des Kindergartens mit einer Scheibenkonstruktionen mit einem u-Wert von 0,50 W/m²K ersetzt. Das Schul und Kulturzentrum wird zu über 90% mit Biomasse geheizt. Bei einem Grundverkauf wurde den Richtlinien entsprechend ein Nachlaß auf den Grundpreis für energieeffizientes Bauen gewährt. Seit Juni dieses Jahres wird ausschließlich ÖKOstrom von Vorarlberger Ökostromproduzenten gekauft. Die Gemeinde erhielt für ihre Aktivitäten den Eurepean Energie Award in Gold mit einem Umsetzungsgrad von 84% führt sie die Lister der über 300 teilnehmenden Gemeinden an.

TrägerIn der Massnahme

Gemeinde Mäder