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Klimawandel verringert Artenvielfalt

Gletscherhahnenfuss

Der Gletscherhahnenfuss gehört zu den kälteliebenden Verlierern der derzeitigen Artenverschiebungen im Hochgebirge. © http://www.bruehlmeier.info

Die Artenvielfalt in Hochgebirgs-Ökosystemen der Alpen unterliegt seit mehreren Jahren einem erheblichen klimabedingten Rückgang. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Hochgebirgs-Forschungsnetzwerks GLORIA.
Demnach sind ein Rückgang der Artenvielfalt und Artenverschiebungen nahe der Kältegrenze der Vegetation zu beobachten. Im Zeitraum zwischen 1994 bis 2004 ermittelten WissenschaftlerInnen der Universität Wien/A auf Beobachtungsflächen zwischen 2.900 und 3.450 m. ü. NN in den Stubaier Alpen/A, dass vermehrt alpine Pionierarten aus geringeren in grössere Höhen wandern und sich dort ansiedeln. Dagegen werden auf Kälte spezialisierte Hochgebirgspflanzen, deren Areal nach oben begrenzt ist, zunehmend verdrängt. Insgesamt ist die Artenzahl im Hochgebirge stark rückläufig. Diese Ergebnisse sind nicht zuletzt vor dem Hintergrund bedenklich, dass rund ein Fünftel aller europäischen Pflanzenarten nur oberhalb der Waldgrenze im Hochgebirge vorkommen.
Der Klimawandel ist demnach kein Zukunftsszenario, sondern bereits heute Realität. Umweltverbände kritisieren darum den unlängst angekündigten Aktionsplan der EU, der eine geringere Reduktion der CO2-Emmissionen als bisher geplant vorsieht.
Quellen: www.juraforum.de/jura/news/news/p/1/id (de), www.sueddeutsche.de/wissen/artikel/855/94761/ (de)