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Gegen Plastik-Berge

Mikroplastik: Mikroskopisch kleine Kunststoffpartikel wie diese findet man sogar auf Gletschern und im Hochgebirge. (c) Oregon State University

Wissen, schützen, Bewusstsein schaffen: Unter diesem Motto will ein Projekt in den piemontesischen Alpen Plastikmüll am Berg vermeiden – ausgehend von Berghütten.

Meere, Flüsse und Städte: Grosse Teile des Planeten sind durch Kunststoffe verschmutzt, sogar das Hochgebirge ist keine völlig unbelastete Umwelt. Neben dem mit blossem Auge sichtbaren Plastik, wie Flaschen, Tüten, Gegenständen oder einfachen Bruchstücken, gibt es auch das sogenannte Mikroplastik. Diese mikroskopisch kleinen Plastikpartikel messen zwischen 0,0001 und 5 mm und können über die Luft oder in Form von Mikrofasern aus Bergsportbekleidung in die Natur gelangen.

«Stop the ALPs becoming Plastic Mountains» soll die hochgelegene alpine Umwelt schützen, eine der letzten in Europa, die noch nicht durch Plastik verschmutzt ist. Das Projekt wird vom European Research Institute in Turin/I in Zusammenarbeit mit vier Schutzhütten in den piemontesischen Alpen durchgeführt. Gemeinsam wird eine Strategie erarbeitet, um den Gebrauch von Einwegplastik zu verhindern. Untersuchungen der polytechnischen Universität in Turin sollen weiters zeigen, wie sich die Konzentration von Mikroplastik im Schnee der Westalpen entwickelt, um sich ein Bild über den Grad der Verschmutzung zu machen. Zusätzlich zu den Überwachungs- und Präventionsmassnahmen werden fünfzehn Reinigungsaktionen entlang von Wegen, Wiesen, Seen und Geröllfeldern rund um die betroffenen Hütten organisiert.


Quellen und weiterführende Informationen:

Stop alla plastica in alta montagna (Aree Protette Alpi Marittime, it)

Stop ALPs becoming plastic mountains (Facebook, it)

Microplastiche ad alta quota (Lo Scarpone, it)

Von den Bergen bis ins Meer – Mikroplastik (Deutscher Alpenverein)