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Nachhaltige Energie aus Holz

Energielieferant: Holz ist nur unter bestimmten Voraussetzungen auch umweltverträglich. (c) Pixabay

Heizen mit Holz ist nicht immer gut für die Umwelt. Im Piemont/I wird nun daran gearbeitet, die Lieferkette nachhaltiger zu gestalten, indem man sich den Herausforderungen des Klimawandels stellt und die Forstwirtschaft stärkt.

In Italien hat die Nachfrage nach Pellets in den letzten Jahren stark zugenommen, sie werden allerdings hauptsächlich aus dem Ausland importiert. Gleichzeitig machen veraltete oder qualitativ minderwertige Öfen vor allem in Haushalten und die oft schlechte Qualität des Brennholzes das Heizen damit alles andere als nachhaltig. Das Projekt LENO2022 zielt nun darauf ab, den Brennstoff Holz zu einem wichtigen Bestandteil im Energiemix zu machen. Wichtig sei eine qualitativ hochwertige Versorgungskette vom Wald über die Sägewerke bis hin zur korrekten Nutzung der Heizanlagen durch die BürgerInnen, erklärt Andrea Crocetta, Koordinator von Replant, einem Start-up für Energieresilienz, das an dem Projekt beteiligt ist. «Das verbessert die Luftqualität und stärkt die Wirtschaft in waldreichen Berggebieten, die hohen Heizbedarf haben.»

Das Projekt schlägt drei experimentelle Interventionsmodelle für die Pilotgebiete vor: Partizipative Ansätze für den Bau neuer Holzschnitzelanlagen, Versuchsöfen innerhalb von so genannten Energiegemeinschaften und schliesslich eine Informationskampagne zum richtigen Gebrauch von Holzöfen. LENO2022 wird von der Region Piemont durch das Programm zur Entwicklung des ländlichen Raums finanziert, das einen Grossteil der piemontesischen Berggebiete einbezieht. Projektpartner sind Forschungsinstitute, Forstunternehmen und lokale Behörden.

 

Quellen und weiterführende Informationen:

www.legnoenergia.org (it), uncem.it/leno2022-dal-piemonte-il-modello-per-la-sostenibilita-della-filiera-bosco-legno-energia/ (it)