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Einsatz für Naturschätze

Erfahrungsaustausch in der Natur: Das internationale speciAlps-Team auf der Hochebene Pian dell´Alpe im Piemont/I. © Magdalena Holzer, CIPRA International

Von Mooren, Versuchswiesen und Trockensteinmauern: Naturvielfalt zu stärken war das Ziel von fünf Pilotregionen im alpenweiten Projekt speciAlps, das im März 2020 erfolgreich abgeschlossen wurde.

Moore und mit Kieselsteinen bedecktes trockenes Grasland charakterisieren eine ganz besondere Landschaft im Friaul, die «Magredi». Gefährdet ist diese artenreiche Landschaft durch Nutzungskonflikte zwischen Landwirtschaft, Tourismus und Naturschutz. Um auf den Wert der Naturvielfalt in der Region aufmerksam zu machen, wurden Kinder im Rahmen von speciAlps zu Naturguides ausgebildet. Sie erzählen das Erlebte ihren Eltern und Freunden. Pilotprojekte wie dieses tragen dazu bei, die Naturvielfalt zu stärken und Naturerlebnisse als Alltagserfahrung ermöglichen, meint Magdalena Holzer, Projektleiterin von speciAlps. «Eigene, lokale speciAlps-Teams mit erfahrenen Betreuerinnen und Betreuern haben Umsetzungsprojekte in allen Pilotregionen entwickelt und begleitet.» Eine von ihnen ist Vida Černe, Betreuerin der slowenischen Pilotregion in den Julischen Alpen. Das dortige speciAlps-Team machte die Auswirkungen unterschiedlicher Bewirtschaftungsmethoden anhand von Versuchswiesen sichtbar.  Es sei grundlegend, die lokale Bevölkerung mit einzubeziehen, so Černe. «Menschen müssen die Möglichkeit haben, zu äussern, was zukünftig in ihrer Gemeinde getan werden soll.»

Fünf Pilotregionen, eine Sammelbox

Trockensteinmauern, genannt «Clapiers», dienten im Verdontal/F früher als Grundstücksgrenzen, zusätzlich stoppen sie die Bodenerosion und spielen eine grosse Rolle beim Erhalt der Naturvielfalt. 2019 wurde ein Wanderweg saniert, Schautafeln erzählen die Geschichte der «Clapiers» und der Almwirtschaft in der Provence. Im Grossen Walsertal/A wurde unter anderem mit einem speziellen Gerät, dem eBeetle, lokales Saatgut auf besonders artenreichen Wiesen gesammelt. Die piemontesische Pilotregion organisierte Naturvielfalt-Exkursionen für Schulklassen und thematisierte die nachhaltige Bewirtschaftung der von Weinbergen und Kastanienbäumen geprägten Kulturlandschaft. Ende März 2020 erscheint eine Mappe mit Infobroschüren zu  allen Pilotregionen und Aktivitäten im Projekt. Sie kann kostenlos über CIPRA International bezogen werden.

 

Weiterführende Informationen:

www.cipra.org/de/specialps
www.alpenallianz.org/de/projekte/specialps

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speciAlps ist ein Kooperationsprojekt des Gemeindenetzwerkes «Allianz in den Alpen» und der Internationalen Alpenschutzkommission CIPRA. Finanziert wird es durch das deutsche Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU), die Heidehof Stiftung und die pancivis Stiftung.