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Medienmitteilung

Migration und kulturelle Vielfalt in den Alpen

Eva Grabherr/GF «okay.zusammen leben», Omar Khir Alanam/Slam-Poet und Autor, Barbara Wülser/CO-GF CIPRA International, Guido Flatz/Bürgermeister der Gemeinde Doren/A, Martina Rüscher/Landtagsvizepräsidentin Vorarlberg (v.l.n.r.)

Wie kann kulturelle Vielfalt und Pluralismus zu einer Stärke der Gesellschaft werden? Wie wollen wir in Zukunft miteinander umgehen? Diese Fragen und die Ergebnisse aus dem Projekt PlurAlps wurden am 25. September in Dornbirn/A diskutiert. Die CIPRA stellte dort ihr aktuelles Themenheft zu Pluralismus und Migration vor.

«Alpine Identität ist durch Migration entstanden. Selbst die Edelweiss-Blumen sind einmal eingewandert.» Mit diesen Worten eröffnete Kaspar Schuler, Co-Geschäftsleiter von CIPRA International die Veranstaltung zum Thema Migration und kulturelle Vielfalt in Dornbirn. Zudem präsentierte er die neue Ausgabe des CIPRA-Themenhefts SzeneAlpen mit dem Titel «Komm, wir gehen! Bleib, wir kommen!». Anschliessend erzählte Poetry Slam Künstler Omar Khir Alanam in seinem Beitrag «Risiko», wie er 2012 seine Flucht vor dem syrischen Bürgerkrieg nach Graz/A erlebte. «Ich riskierte mein Leben, um zu singen: Frieden, Frieden. Freiheit, Freiheit.»
 
Integration betrifft alle
Fluchtgeschichten wie jene von Omar Khir Alanam kennt auch Integrationsexpertin Eva Grabherr von der Organisation okay.zusammenleben in Vorarlberg. Bei der Podiumsdiskussion erläutert sie: «Die Menschen hier vergessen wahnsinnig schnell, dass sie auch einmal irgendwo angekommen sind – auch als Kollektiv.» Martina Rüscher, Landtagsvizepräsidentin in Vorarlberg schätzt die Zusammenarbeit mit ExpertInnen.«Die Integrationsvereinbarung hat uns in Vorarlberg geholfen, eine breite Gruppe der Bevölkerung mit auf den Weg zu nehmen.» Für Guido Flatz Bürgermeister von Doren/A ist der Austausch der Schlüssel für ein gegenseitiges Verständnis: «Wir Menschen sind Rudeltiere. Die Welt und Europa haben sich immer durch Begegnung gefunden.»

Der Anlass war gleichzeitig auch der lokale Abschluss des alpenweiten PlurAlps-Projekts. Unter anderem zeigen dort die Pilotregionen Bregenzerwald und das italienische Valle Stura, wie Integration mit Hilfe von Gemeinden, Unternehmen und die Zivilgesellschaft gelingen kann. Das Projekt verbinde Integration mit Regionalentwicklung, wie Robert Moosbrugger von der Regio Vorarlberg erläuterte. Ziel sei, Neuankommenden den Einstieg in den Arbeitsmarkt und in die lokalen Gemeinschaften zu erleichtern. Zu diesem Zweck organisiert die Regio Bregenzerwald Sprachkurse für Berufstätige und ist Ansprechpartner für alle Fragen rund um Integration und Anstellung für ansässige Firmen. Zu den Angeboten gehört auch die Online-Plattform www.vorarlberg-finder.at, wo Neuankommende Informationen in verschiedenen Sprachen finden können.
 
PlurAlps wurde vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung durch das Interreg-Alpenraumprogramm und dem deutschen Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit mitfinanziert. 

Diese Mitteilung und druckfähige Pressebilder stehen zum Download bereit unter: www.cipra.org/de/medienmitteilungen

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