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Eusalp 2020: Frankreich ist gefordert

Mehr Jugendbeteiligung: 2020 eines der zentralen Eusalp-Themen für CIPRA Frankreich. (c) Caroline Begle, CIPRA International

Mit dem neuen Jahr wechselt der Eusalp-Vorsitz von Italien zu Frankreich. Die französische CIPRA-Vertretung bringt sich mit Vorschlägen zu regionaler Landwirtschaft, Jugendbeteiligung und weiteren Themen ein.

Tourismus, Mobilität, Jugend, Berglandwirtschaft, Klima und ökologischer Wandel: Zu diesen Themen hat CIPRA Frankreich anhand von Workshops, Interviews und Recherchen Vorschläge für die französische Eusalp-Präsidentschaft erarbeitet. Die Makroregionale EU-Strategie für den Alpenraum (Eusalp) ist ein 2015 eingerichtetes transnationales Instrument von sieben Alpenländern und 48 Alpenregionen mit dem Ziel, sich gemeinsam den Herausforderungen im Alpenraum zu stellen. Frankreich hat nun bis Ende 2020 neben dem Eusalp-Vorsitz auch den Vorsitz der Alpenkonvention inne.

Mehr regionale Landwirtschaft und weniger Verkehr

Wie kann bei Nutzungskonflikten zwischen Tourismus und Berglandwirtschaft vermittelt werden? Welche Zukunft hat die Landwirtschaft in den Alpen? Mit Fragen wie diesen setzt sich – dank der Initiative von CIPRA Frankreich – der Aktionsplan der Eusalp auseinander. Marc-Jérôme Hassid, Geschäftsführer bei CIPRA Frankreich, befürwortet einen verstärkten Fokus auf kurze Produktionsketten in der Landwirtschaft. Diese würden sich sowohl auf die regionale als auch die biologische Landwirtschaft positiv auswirken, so Hassid. «Der vermehrte Genuss regionaler Produkte leistet zudem einen Beitrag an die Verkehrsreduktion auf den Transitrouten.»

Wege zum guten Leben am Land

Vor allem ländliche Gebiete im Alpenraum leiden unter Überalterung. Jungen Menschen müssen neue Wege für ein gutes Leben am Land aufgezeigt werden. CIPRA Frankreich beteiligt sich deshalb massgeblich an der Arbeitsgruppe «Jeunes» des «Comité de Massif des Alpes» und fordert den Eusalp-Vorsitz unter anderem dazu auf, einen internationalen Event für Jugendliche zu organisieren.

Zudem soll unter anderem eine Tagung zur Energiewende und dem sozial-ökologischen Umbau der Gesellschaft stattfinden. Hierzu betont Kaspar Schuler, Co-Geschäftsleiter bei CIPRA International: «Will man den Alpenraum stärken, gilt es den Leuten vor Ort die finanziellen Mittel und die politische Macht zur Selbstbestimmung zu geben. Subsidiarität und Föderalismus ermöglichen Eigeninitiative.»

 

Weiterführende Informationen:
www.cipra.org/fr/cipra/france/actions/SUERA (fr), www.alpine-region.eu (en), www.alpconv.org

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