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Feuer für das Wasser der Alpen

10.08.2021
Von den slowenischen Karawanken bis ins schweizerische Gastnerntal: Quer über den Alpenbogen verteilt loderten am 14. August wieder die solidarischen «Feuer in den Alpen». Dieses Jahr machten die solidarischen Höhenfeuer auf den eingeschränkten Wasserhaushalt in Zeiten der Klimakrise aufmerksam.
Bild Legende:
Wasserhaushalt im Klimawandel ist das Thema von «Feuer in den Alpen» 2021. (c) CIPRA International, Caroline Begle

Studien aus der Schweiz zeigen, dass Trinkwasser selbst in den Bergen eines Tages knapp werden könnte. Derzeit gehe es aber noch nicht so sehr um die Trinkwasserknappheit als um den Ausbau der Wasserkraft, wie Hans Weber von CIPRA Schweiz meint: «Die neu entstehenden Gletschervorfelder wecken vor allem bei der Elektrizitätswirtschaft Begehrlichkeiten.» Mountain Wilderness Schweiz und CIPRA Schweiz luden deshalb am 14. August 2021 zum Entdecken der Landschaft nach dem Rückzug des Kandergletschers Gasterntal ein. Dort wurde über den Wert dieser unerschlossenen Landschaften diskutiert – und wie es gelingen kann, sie für nachkommende Generationen zu sichern. Am Abend entzündete die Gruppe das traditionelle Feuer für den Erhalt der Alpen als einzigartigen Lebens-, Natur- und Kulturraum. Ebenso beteiligt sich die Schweizer Alpen-Initiative seit vielen Jahren mit eigenen Themen am «Feuer in den Alpen». Sie setzt sich für die Verlagerung des Güterverkehrs von der Strasse auf die Schiene ein. Ihr Feuer brannte auf dem Niederbauen mit Blick auf den Vierwaldstättersee.

Weitere Feuer in den Alpen loderten in Österreich und Slowenien. CIPRA Slowenien beispielsweise entzündete ein symbolisches Höhenfeuer in der Gebirgsgruppe der Karawanken auf der Zabrešk-Hochebene und veranstaltete vorab eine Diskussionsrunde über Nachhaltigkeit im Bergtourismus. Weitere lokale Treffen lokaler Gruppen zum 14. August waren auf der Website feuerindenalpen.com zu finden und konnten dort auch angemeldet werden. Vor Ort sollte man unbedingt einige Vorsichtsmassnahmen beachten, wie Stefan Grass erklärt, der «Feuer in den Alpen» seit knapp zwei Jahrzehnten koordiniert: «Nur unbehandeltes Holz verbrennen, auf lokale Feuerverbote bei Trockenheit achten und das Holz frisch aufschichten, damit keine untergeschlüpften Kleintiere zu Schaden kommen.»

 

Quellen und weiterführende Informationen: https://feuerindenalpen.com (de, en), www.cipra.org/de/cipra/schweiz/aktivitaeten-projekte/feuer-in-den-alpen-2021-neue-wildnis-am-ende-der-gletscher (de) https://piaty.blog/2021/08/09/feuer-in-den-alpen/ (de)

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