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Italien: Vervierfachung der Kosten für Hochgeschwindigkeits-Bahnverbindungen

Die Hochgeschwindigkeits-Bahnverbindungen in Italien verbrauchen Ressourcen, die für die Modernisierung der normalen Strecken für den Güter- und Personenverkehr notwendig wären. Die Kosten haben sich gegenüber Schätzungen von 1991 vervierfacht. Dies sind die Ergebnisse einer Tagung des WWF Italien in Milano.
Im Alpenraum bestehen sechs Passstrecken, an denen Eingriffe nötig sind, die aber bereits heute eine Kapazität von über 180 Mio. Tonnen/Jahr aufweisen. Dies ist etwa das Dreifache der effektiv transportierten Warenmenge. Angesichts der aktuellen italienischen Güterverkehrspolitik erscheint der Bau von Basistunnels im Susa-Tal und am Brenner eine unverhältnismässige Investition, die nicht dazu geeignet ist, einen grossen Teil des Transitverkehrs von der Strasse auf die Schiene zu verlagern.
Auch die Finanzierung der grossen Eisenbahnbauten gibt Anlass zur Besorgnis. Sie soll über die Tarife für Personen- und Güterverkehr sichergestellt werden. Dies würde die Wettbewerbsfähigkeit der Bahn weiter verschlechtern. CIPRA-Italien, Legambiente und der WWF setzen sich dafür ein, dass die externen Kosten des Strassenverkehrs gemäss den Vorgaben der Alpenkonvention berücksichtigt werden. Sie weisen auf das schweizerische Modell hin, bei dem die Gebühren aus dem Transport auf der Strasse für Investitionen in die Bahn genutzt werden. Dossier und Tagungsbeiträge: www.wwf.it/lombardia/news/2152004_1951.asp (it)