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Alpenkonvention: konkrete Massnahmen für das Klima

Die UmweltministerInnen der Alpenstaaten trafen sich am 9. November zur zweijährlichen "Alpenkonferenz". Die Internationale Alpenschutzkommission CIPRA begrüsst die Entscheidung für einen gemeinsamen Aktionsplan der Alpenstaaten zum Klimaschutz.
Die MinisterInnen verabschiedeten eine Deklaration zum Thema Klimaschutz. Dabei geht es einerseits um Massnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels, andererseits um Anpassungsstrategien für die Alpen. Die CIPRA hat darauf hingewiesen, dass es genügend Deklarationen und Handlungsempfehlungen gibt und dass die Alpenstaaten jetzt handeln müssen. Auf ihre Anregung haben die UmweltministerInnen nun beschlossen, einen konkreten Aktionsplan für den Klimaschutz inklusive Zeitplan für die Umsetzung der Massnahmen und Initiativen auszuarbeiten.
Zu "Bevölkerung und Kultur" wurde statt eines völkerrechtlich verbindlichen Protokolls eine unverbindliche Deklaration verabschiedet. Immerhin wird die Umsetzung dieser Deklaration alle vier Jahre von einem Überprüfungsausschuss überwacht. Die CIPRA bemängelt auch das fehlende Engagement einzelner Staaten bei der der Alpenkonvention. Italien und die Schweiz haben zwar die Rahmenkonvention, bis heute aber noch kein einziges Durchführungsprotokoll ratifiziert. Mittelfristig wird es zu Problemen beim Prozess der Alpenkonvention und zu Hindernissen bei der Suche nach gemeinsamen Lösungen für die dringendsten Fragen in den Alpen kommen, wenn zwei wichtige Alpenländer abseits stehen.
Die Umweltministerinnen und Umweltminister haben in Alpbach/A den Italiener Marco Onida für die nächsten vier Jahre zum Generalsekretär der Alpenkonvention gewählt. Der 40-jährige Jurist und Ökonom war bisher bei der Generaldirektion Umwelt der Europäischen Union beschäftigt. Die 37-jährige Schweizer Forstingenieurin Regula Imhof wurde zur Vize-Generalsekretärin ernannt. Sie war früher Geschäftsführerin der Liechtensteinischen Gesellschaft für Umweltschutz und danach in Zentralasien Leiterin eines Projektes im Bereich nachhaltige Berggebietsentwicklung.
Quelle: CIPRA International
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