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Bevölkerung bei Alpenkonvention nicht wichtig?

Der geplanten Deklaration "Bevölkerung und Kultur" der Alpenkonvention droht Ungemach. Nach zwei Jahren des Feilens und Formulierens hat die Schweiz beim letzten Ständigen Ausschuss der Alpenkonferenz Widerstand angekündigt.
Der Deklarationsvorschlag soll abgespeckt werden, die bereits beschlossene Überprüfung durch den Überprüfungsausschuss der Alpenkonvention soll entfallen, was offenbar auch von Frankreich und Monaco unterstützt wird. Einen Textvorschlag hat die Schweiz letzten Samstag wenige Stunden vor Beginn der letzten Arbeitsgruppensitzung zu diesem Thema geliefert, die am Montag, 1. Oktober stattfand. Der dort gefundene Kompromiss muss von der Schweiz noch geprüft werden. Sollten die Schweiz, Frankreich und Monaco die Deklaration nach all der Arbeit der letzten Jahre kurzfristig platzen lassen, wäre dies nach Ansicht der Internationalen Alpenschutzkommission CIPRA ein ungutes Signal an die Alpenbevölkerung.
Die CIPRA fordert seit längerem ein Protokoll zum Thema "Bevölkerung und Kultur", das in der Alpenkonvention als erstes von zwölf Handlungsfeldern der Zusammenarbeit genannt wird. Vor zwei Jahren haben die UmweltministerInnen jedoch entschieden, dass nicht ein verbindliches Protokoll sondern eine unverbindliche Deklaration erarbeitet werden soll. Immerhin soll der Überprüfungsausschuss der Alpenkonvention alle vier Jahre überprüfen, ob die ministeriellen Versprechen eingelöst wurden.
Quelle: CIPRA International
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