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Nächste Runde für RHESI

Revitalisierter Binnenkanal bei Ruggell/LI: Ein gutes Beispiel für die geplante Revitalisierung weiterer Abschnitte des Alpenrheins. © Heinz Heiss

Das länderübergreifende Hochwasserschutzprojekt «Rhein – Erholung und Sicherheit», kurz RHESI, geht in die nächste Runde.

2011 begann die Planung, im Herbst 2018 soll die Endvariante von RHESI öffentlich vorgestellt werden: Die abschnittsweise Revitalisierung und Aufweitung des 26 Kilometer langen Rheinabschnittes zwischen Feldkirch/A und dem Bodensee. Erneuerte Dämme und stellenweise Aufweitungen sollen die Abflusskapazität des Alpenrheins erhöhen und so vor extremen Hochwasserereignissen schützen. Die zum Teil maroden Dämme würden dafür an den nötigen Stellen saniert und an einigen Stellen auch weiter nach aussen rücken.

«Aus ökologischer Sicht sind alle vier bis fünf Kilometer entlang des Flusses Aufweitungen notwendig», sagt Monika Gstöhl, Geschäftsführerin der Liechtensteinischen Gesellschaft für Umweltschutz, die sich für die Revitalisierung des Rheins entlang der liechtensteinisch-schweizerischen Grenze stark macht. Dass die Rheinaufweitungen Hochwassersicherheit und mehr Raum für Natur und Erholung bedeuten würden, bestätigt auch der Ökologe und Forstingenieur Mario Broggi von der «Werkstatt faire Zukunft» in Liechtenstein.

Seit Planungsbeginn von RHESI wurden Grundbesitzer, Wasserverbände, Behörden und andere AkteurInnen laufend miteinbezogen. «In der Bevölkerung ist die Akzeptanz längstens vorhanden und ein möglichst naturnahes Projekt wäre mehrheitsfähig», sagt Lukas Indermaur von WWF St. Gallen/CH auf Grundlage mehrerer repräsentativer Umfragen. Nur einzelne GemeindevertreterInnen seien aufgrund eigener Interessen noch dagegen, den Rhein überall dort aufzuweiten, wo dies technisch machbar sei.

Der Landeshauptmann von Vorarlberg/A, Markus Wallner, betonte in einem Interview mit VOL.AT, dass das Projekt auch bei einer Ablehnung durch einzelne Gemeinden zum Abschluss kommen müsse, da der Hochwasserschutz von enormer Wichtigkeit sei. Im Herbst 2018 wird nun die Endvariante der Öffentlichkeit vorgestellt. Danach prüfen österreichische und schweizerische Behörden die Umweltverträglichkeit. Für die Umsetzung müssen die beiden Länder einen Staatsvertrag abschliessen.

 

Quellen und weiterführende Informationen:
www.vol.at/vorarlberg-rhesi-wird-auch-ohne-ja-aus-koblach-im-herbst-eingereicht/5847941, www.vn.at/lokal/vorarlberg/2017/05/05/fuer-rhesi-ist-zuversicht-am-wachsen.vn, www.rhesi.org, www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20143732, www.espazium.ch/sture-kpfe-am-alpenrhein, http://www.rhesi.org/fileadmin/documents/12605_RHESI_Zeitung_Ausgabe10_WEB.pdf, www.youtube.com/watch?v=lCFpEsvrrOE, www.fairezukunft.org/, www.rhy-faescht.org/, https://lgu.li/projekte/alpenrhein

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