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Appell zur Umsetzung des Entwicklungskonzeptes "Zukunft Alpenrhein"

Die Mündung des Liechtensteiner Binnenkanals in den Rhein.

Renaturierte Mündung des Liechtensteiner Binnenkanals in den Rhein. Liechtensteinische Gesellschaft für Umweltschutz

Aus Anlass zum Weltwassertag 2005 luden regionale Umweltorganisationen Regierungsvertreter aus Graubünden, Liechtenstein, St. Gallen und Vorarlberg zu einem gemeinsamen Appell für die Umsetzung des Entwicklungskonzeptes "Zukunft Alpenrhein" ein.
Das Konzept wurde vor kurzem von der Internationalen Regierungskommission (IRKA) und der Internationalen Rheinregulierung (IRR) verabschiedet.
Ziel des Konzepts ist eine ökologische Verbesserung des Alpenrheins, unter der Voraussetzung, dass die Hochwassersicherheit gewährleistet bleibt. Unter dem Motto "Breitwasser statt Hochwasser" sind 18 Flussraumaufweitungen vorgesehen, die nicht nur den Hochwasserschutz verbessern sondern auch den Lebensraum für Tiere und Pflanzen aufwerten sollen. Von Seiten der Umweltschutzorganisationen wurde betont, dass die Aufweitungsprojekte ökologisch erst sinnvoll seien, wenn auch eine Dämpfung des durch Wasserkraftwerke verursachten Schwalls erreicht werde. Solange die starken Wasserstandsschwankungen durch den Kraftwerksbetrieb bestehen blieben, würden sie den Erfolg aller anderen noch so gut gemeinten Massnahmen verhindern. Die Umweltorganisationen fordern deshalb, dass die Kraftwerksbetreiber im Rahmen des Verursacherprinzips und der Kostenwahrheit die Verantwortung für ihr Nebenprodukt "Schwall" übernehmen.
Quelle: www.lebendigerrhein.org/media.cfm?id=258 (de)