Meldungen
Nachhaltig reisen, Grenzen überwinden: YOALIN startet in den Sommer
Mit dem Kick-off in Liechtenstein ist YOALIN in eine neue Saison gestartet: Rund 40 junge Menschen aus dem Alpenraum trafen sich, um mehr über klimafreundliches Reisen, ökologische Vernetzung und nachhaltige Mobilität zu erfahren. Das CIPRA-Projekt verbindet seit 2018 junge Menschen, die die Alpen nachhaltig entdecken möchten.
Klimaschutz: vom Zuhören zum Handeln
Mit den Nachbarn ins Gespräch kommen, Ideen austauschen und Projekte für das Klima direkt in der eigenen Region umsetzen: Diesen Ansatz verfolgt das Projekt «Einfach Machen» in Do-It-Yourself Workshops und Beteiligungsprozessen, bei denen gemeinsam regionale Projekte entwickelt und umgesetzt werden.
Standpunkt: Es gibt keinen sicheren Grenzwert für Luftverschmutzung
Frische und saubere Luft wird häufig mit dem Alpenraum verbunden, doch für viele Täler stimmt diese Aussage nicht. Schuld daran sind neben topografischen Faktoren auch menschgemachte wie Verkehr und Heizungen. Eine neue EU-Richtlinie gibt Bürger:innen und Umweltorganisationen mehr Möglichkeiten, sich für saubere Luft einzusetzen. Vor allem jene, die in von Luftverschmutzung betroffenen Alpentälern leben, sollten von der neuen Gesetzgebung Gebrauch machen, meint Špela Berlot Veselko, Geschäftsführerin von CIPRA Slowenien.
Die Alpen trocknen aus
Bereits im Juni 2026 wurden in vielen Regionen Rekordtemperaturen gemessen, im Juli und Anfang August folgten die nächsten Hitzeperioden. Die Folgen sind Wassermangel, häufigere Waldbrände und ungewöhnliche Naturschauspiele.
In Memoriam Bruno Abegg
Wir trauern um Bruno Abegg, der am 20. Juli 2026 im Alter von 61 Jahren verstorben ist. Er setzte entscheidende Impulse für die ersten Klimaprojekte bei CIPRA International.
Trailrunning-Events in den Alpen: Wie viel verträgt die Natur?
Rund um den Mont Blanc, die Zugspitze, den Grossglockner oder durch die Dolomiten: Trailrunning-Events erleben alpenweit einen Boom. Allein beim Ultra Trail Mont Blanc (UTMB) laufen dieses Jahr 10.000 Teilnehmende in verschiedenen Rennen und Kategorien mit. Doch für die Natur und die Bevölkerung vor Ort kann die wachsende Beliebtheit dieser Veranstaltungen auch zum Problem werden.
EuGH-Generalanwalt bemängelt Fahrverbote am Brenner
Lastwagenverkehr dosieren ja, Fahrverbote nein: Diese Ansicht vertritt der Generalanwalt des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) in seinen Mitte Juli 2026 veröffentlichten Schlussanträgen. Zwar sind diese nicht rechtlich bindend, bilden jedoch eine wichtige Grundlage für das Urteil im Rechtsstreit zwischen Österreich und Italien. Die CIPRA fordert die Politik auf beiden Seiten des Brenners zum konstruktiven Dialog auf.
Debatten um Windparks am Berg
Zugvögel besser vor Windturbinen schützen: Wetterradar-Daten machen es möglich. Das ändert wenig an den hitzigen Diskussionen rund um Windkraft im Alpenraum.
Autofrei in die Berge
Wer klimafreundlich in die Berge reisen möchte, findet immer mehr digitale Unterstützung. Neue Plattformen in Frankreich und Italien ergänzen bestehende Angebote und erleichtern die Anreise mit Bahn und Bus zu Bergtouren.
Hochwasserschutz und naturbasierte Lösungen verbinden
Im Projekt FLOW-BIOS arbeiten fünf Biosphärenparks gemeinsam mit der Universität für Bodenkultur Wien und CIPRA International daran, wie naturbasierte Lösungen auf privaten Flächen erfolgreich umgesetzt werden können.
Mehr Schwermetalle im Hochgebirgswasser
Wo Permafrost und Gletscher zurückgehen, steigt die Konzentration von Schwermetallen und anderen Schadstoffen im Wasser. Das belegen Messungen der Wasserqualität von Hochgebirgsquellen in den Zentralen Ostalpen.
Die Reise des Wassers
Von alpinen Quellen zu gemeinsamer Verantwortung: Woher kommt das Wasser in den Alpen? Wohin fliesst es? Und wem gehört es überhaupt? Mit diesen Fragen beschäftigte sich am 10. Juni 2026 das erste Webinar im Rahmen des CIPRA-Projekts «H2Opportunities». Bis 2027 folgen ein weiteres Webinar, Stakeholder-Interviews und Pub-Quizzes mit unterhaltsamen Wasserfakten quer durch den Alpenraum.
Zuhause verlassen, verbunden bleiben
Das Projekt OUT4INGOV widmete sich über eineinhalb Jahre lang dem Thema Jugendmigration in den Alpen und setzte in den drei Pilotregionen in Maribor/SI, Trentino/I und Vesoul/F innovative Massnahmen um. Den Abschluss machte eine Konferenz Mitte Juli 2026 in Frankreich.
Standpunkt: Was, wenn Einigkeit nicht das Wichtigste ist?
Im zunehmend umkämpften alpinen Raum hängt ein gutes Zusammenleben nicht davon ab, Konflikte zu beseitigen. Vielmehr müssen wir lernen, unterschiedliche Meinungen anzuerkennen, Spannungsfelder sichtbar zu machen und den Dialog als Grundlage für eine gemeinsame Zukunft zu nutzen, meint Lauren Mosdale, Co-Geschäftsleiterin von CIPRA Frankreich.
Stresstest für die Natur
Ein dichtes Netz aus Natura-2000-Schutzgebieten spannt sich über den gesamten Alpenraum. Diese Gebiete sind durch die Vogelschutz- und die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie geschützt. Die EU-Kommission will diese Richtlinie nun einem «Stresstest» unterziehen und vereinfachen. Umweltorganisationen warnen vor einem versteckten Abbau aktueller Schutzstandards.
Transitverkehr reduzieren: Brenner-Demo setzte ein Zeichen
Ruhe statt Verkehrskollaps: Der 30. Mai 2026 war ein ungewöhnlich ruhiger Samstag am Brennerpass, das befürchtete Verkehrschaos angesichts der angekündigten Demonstration und zeitweisen Sperre der Brennerautobahn blieb aus. Rund 5‘000 Demonstrierende setzten ein deutliches Zeichen für die wachsende Betroffenheit der Bevölkerung entlang der Transitrouten. Die Protestaktion zeigte einmal mehr, wie notwendig wirksame Massnahmen zur Reduktion des Transitverkehrs sind.
20 Jahre Jugendparlament
Turbinen im Trinkwasser und Solarpanels auf Staudämmen: Mit diesen und weiteren Ideen will das Jugendparlament der Alpenkonvention, das Mitte März 2026 in Chamonix/F tagte, die Klimaresilienz in den Alpen stärken.
Standpunkt: Gut geht, wer ohne Spuren geht
Staus, Lärm, Abgase: Dieses Problem haben neben dicht besiedelten Ballungszentren auch alpine Regionen durch den immer noch bei weitem dominierenden Anteil des motorisierten Verkehrs. Dabei wüssten wir längst, wie es anders geht, meint Stephan Tischler, Verkehrswissenschaftler an der Universität Innsbruck und Vorsitzender von CIPRA Österreich.
Almen im Spannungsfeld zwischen Klimawandel und Nutzungsvielfalt
Ein Lehrgang für Multiplikatoren zum Thema „Schutz der alpinen Ökosysteme auf Almen“ zur Förderung von Biodiversität, nachhaltigem Tourismus und Konfliktminderung im alpinen Raum
Ground:breaking: Lebendiger Boden stärkt Klima, Vielfalt und Ernährung
Im Rahmen des Projekts Ground:breaking fand Ende März in Lenggries ein Workshop zum Thema "Lebendiger Boden stärkt Klima, Vielfalt und Ernährung – Entsiegelung jetzt anpacken. Von Praxiswissen zur Umsetzung“ statt.
Ökosoziale Transformation im Alpenraum voranbringen
Das Projekt «Alpine Changemaker Network» verbindet alpine Traditionen mit zeitgenössischer Kunst, Kultur und Design. Im Frühling 2026 ist die erste «Assembly» zur Stärkung des Netzwerks geplant.
Überlasteter Planet
Wir leben auf Pump: Schon im Frühling brauchen die Alpenländer ihre jährlich verfügbaren Ressourcen auf. Der «Overshoot Day» rückt im Kalender immer weiter vor, doch es gibt Wege, das zu ändern.
Weinberg statt Bergwald?
Höhere Lagen werden aufgrund der Klimaerwärmung für den Weinbau immer begehrter. Eine Chance für die Landwirtschaft, doch ohne Steuerung kann das die Artenvielfalt, die Landschaft und die Gesundheit gefährden.
Zur Sprache bringen
Von der Mobilitätswende bis zum Gletscherschwund: Der Jahresbericht 2025 zeigt, wie CIPRA International zentrale Alpenthemen sichtbar und hörbar macht – und dazu ermutigt, eine lebenswerte Zukunft mitzugestalten.
Zerfallende Alpengletscher
Österreichs Eisriesen schwinden zunehmend und zerfallen regelrecht, Deutschland ist bald eisfrei. Die Forschung zeigt, dass mit den Gletschern nicht nur Wasserspeicher, sondern auch Archive der Menschheitsgeschichte verloren gehen.
«Alpen in Bewegung»: Neuer Aktionstag für den Alpenraum
Am 29. August 2026 schliessen sich erstmals Akteur:innen im gesamten Alpenbogen zusammen, um sich unter dem Dach von «Alpen in Bewegung» für den Alpenschutz einzusetzen.
Rechtsstreit um Alpentransit: Umweltorganisationen befürchten Dominoeffekt
Der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg verhandelte am 21. April 2026 Italiens Transit-Klage gegen Österreich. Dabei muss er entscheiden, was schwerer wiegt: freier Warenverkehr oder der Schutz der Menschen und der Umwelt. 67 Umweltorganisationen fordern in einem offenen Brief die Beibehaltung der Transitbeschränkungen und Luftschutzmassnahmen auf der Brennerroute.
Trotz 46.000 Unterschriften - Petition "Rettet die Berge" im Umweltausschuss gescheitert
Am 16.04.26 wurde die Petition "Rettet die Berge" im Umweltausschuss abgelehnt. Von über 46.000 Unterschreibenden wurde die Rücknahme der § 9-11, mit denen die Schwellenwerte für eine Umweltverträglichkeitsprüfung für Skipisten, Seilbahnen und Beschneiungsanlagen angehoben wurde gefordert.
Milano-Cortina 2026: Fairplay? Fehlanzeige!
Kunstschnee, Verkehr, Beton und fossiles Sponsoring: Die Fouls an der Natur vor und während der Olympischen Winterspiele 2026 waren zahlreich – und auch Thema der Medienberichterstattung.
Drei Jahre für lebendige Böden: Ground:breaking zieht Bilanz
Mit dem Projekt Ground:breaking hat die CIPRA während drei Jahren aufgezeigt, wie versiegelte Böden wiederbelebt werden können und warum dies entscheidend für Klima, Biodiversität und die Lebensqualität im Alpenraum ist.