Meldungen
20 Jahre Jugendparlament
Turbinen im Trinkwasser und Solarpanels auf Staudämmen: Mit diesen und weiteren Ideen will das Jugendparlament der Alpenkonvention, das Mitte März 2026 in Chamonix/F tagte, die Klimaresilienz in den Alpen stärken.
Standpunkt: Gut geht, wer ohne Spuren geht
Staus, Lärm, Abgase: Dieses Problem haben neben dicht besiedelten Ballungszentren auch alpine Regionen durch den immer noch bei weitem dominierenden Anteil des motorisierten Verkehrs. Dabei wüssten wir längst, wie es anders geht, meint Stephan Tischler, Verkehrswissenschaftler an der Universität Innsbruck und Vorsitzender von CIPRA Österreich.
Almen im Spannungsfeld zwischen Klimawandel und Nutzungsvielfalt
Ein Lehrgang für Multiplikatoren zum Thema „Schutz der alpinen Ökosysteme auf Almen“ zur Förderung von Biodiversität, nachhaltigem Tourismus und Konfliktminderung im alpinen Raum
Ground:breaking: Lebendiger Boden stärkt Klima, Vielfalt und Ernährung
Im Rahmen des Projekts Ground:breaking fand Ende März in Lenggries ein Workshop zum Thema "Lebendiger Boden stärkt Klima, Vielfalt und Ernährung – Entsiegelung jetzt anpacken. Von Praxiswissen zur Umsetzung“ statt.
Ökosoziale Transformation im Alpenraum voranbringen
Das Projekt «Alpine Changemaker Network» verbindet alpine Traditionen mit zeitgenössischer Kunst, Kultur und Design. Im Frühling 2026 ist die erste «Assembly» zur Stärkung des Netzwerks geplant.
Überlasteter Planet
Wir leben auf Pump: Schon im Frühling brauchen die Alpenländer ihre jährlich verfügbaren Ressourcen auf. Der «Overshoot Day» rückt im Kalender immer weiter vor, doch es gibt Wege, das zu ändern.
Weinberg statt Bergwald?
Höhere Lagen werden aufgrund der Klimaerwärmung für den Weinbau immer begehrter. Eine Chance für die Landwirtschaft, doch ohne Steuerung kann das die Artenvielfalt, die Landschaft und die Gesundheit gefährden.
Zur Sprache bringen
Von der Mobilitätswende bis zum Gletscherschwund: Der Jahresbericht 2025 zeigt, wie CIPRA International zentrale Alpenthemen sichtbar und hörbar macht – und dazu ermutigt, eine lebenswerte Zukunft mitzugestalten.
Zerfallende Alpengletscher
Österreichs Eisriesen schwinden zunehmend und zerfallen regelrecht, Deutschland ist bald eisfrei. Die Forschung zeigt, dass mit den Gletschern nicht nur Wasserspeicher, sondern auch Archive der Menschheitsgeschichte verloren gehen.
«Alpen in Bewegung»: Neuer Aktionstag für den Alpenraum
Am 29. August 2026 schliessen sich erstmals Akteur:innen im gesamten Alpenbogen zusammen, um sich unter dem Dach von «Alpen in Bewegung» für den Alpenschutz einzusetzen.
Rechtsstreit um Alpentransit: Umweltorganisationen befürchten Dominoeffekt
Der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg verhandelte am 21. April 2026 Italiens Transit-Klage gegen Österreich. Dabei muss er entscheiden, was schwerer wiegt: freier Warenverkehr oder der Schutz der Menschen und der Umwelt. 67 Umweltorganisationen fordern in einem offenen Brief die Beibehaltung der Transitbeschränkungen und Luftschutzmassnahmen auf der Brennerroute.
Trotz 46.000 Unterschriften - Petition "Rettet die Berge" im Umweltausschuss gescheitert
Am 16.04.26 wurde die Petition "Rettet die Berge" im Umweltausschuss abgelehnt. Von über 46.000 Unterschreibenden wurde die Rücknahme der § 9-11, mit denen die Schwellenwerte für eine Umweltverträglichkeitsprüfung für Skipisten, Seilbahnen und Beschneiungsanlagen angehoben wurde gefordert.
Milano-Cortina 2026: Fairplay? Fehlanzeige!
Kunstschnee, Verkehr, Beton und fossiles Sponsoring: Die Fouls an der Natur vor und während der Olympischen Winterspiele 2026 waren zahlreich – und auch Thema der Medienberichterstattung.
Drei Jahre für lebendige Böden: Ground:breaking zieht Bilanz
Mit dem Projekt Ground:breaking hat die CIPRA während drei Jahren aufgezeigt, wie versiegelte Böden wiederbelebt werden können und warum dies entscheidend für Klima, Biodiversität und die Lebensqualität im Alpenraum ist.
Klimafitte und gesunde Strassen
Wie lassen sich Strassenräume im Alpenrheintal so gestalten, dass sie zugänglicher, klimagerechter und gesünder sind? Im Projekt «KLuGE Strassen» testen fünf Pilotgemeinden eine neue Bewertungs- und Planungsmethode und liefern erste Erkenntnisse.
Nevediversa: Ein kritischer Blick auf den Skitourismus
Die italienische Umweltschutzorganisation Legambiente stellte am 11. März 2026 in Mailand ihren aktuellen Bericht zum Zustand des Skitourismus vor. Er enthält auch eine erste Bilanz zu den Olympischen Spielen von Mailand-Cortina im Februar 2026: Geglänzt haben dort nur die Medaillen.
Neue Impulse für alpine Lebensqualität
Das Leben in den Alpen bedeutet weit mehr als nur ein beeindruckendes Bergpanorama: Gute Lebensqualität hängt auch von einer gut funktionierenden lokalen Verwaltung ab. Ein Projekt der Universität Ljubljana entwickelt gemeinsam mit Pilotregionen neue Strategien.
Olympische Winterspiele 2038: Unglaubwürdige Nachhaltigkeitsversprechen
CIPRA International und CIPRA Schweiz sehen die geplante Kandidatur des Bundes für die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2038 mit grosser Skepsis. In ausführlichen Stellungnahmen an den Bund kritisieren sie, dass die bisher kommunizierten Ziele einer nachhaltigen und dezentralen Durchführung ohne den Neubau von Sportstätten weder rechtsverbindlich abgesichert noch realistisch sind.
Werden die Gletscher zu Tode geliebt?
Das Schmelzen der Gletscher zieht Millionen von Menschen an, die die Eismassen noch ein letztes Mal mit eigenen Augen sehen wollen. Die Folgen eines solchen Massentourismus für die sensiblen Ökosysteme sind weitreichend, meinen Schweizer Forscher:innen.
Standpunkt | Umwelt-Omnibus: Aussteigen, bitte!
Die Europäische Kommission kündigt einen «Umwelt-Omnibus» an: Ein Gesetzespaket, das Umweltvorschriften vereinfachen und den Verwaltungsaufwand reduzieren soll. Das würde den Naturschutz massiv schwächen, befürchtet Paul Kuncio, Umweltjurist bei CIPRA International.
Naturvielfalt als Gemeingut
Aktuelle Forschungen aus Südtirol und der Schweiz belegen: Die Biodiversität im Alpenraum geht weiter zurück. Sie als Gemeingut zu betrachten, könnte viele Probleme lösen.
Olympische Winterspiele auf wackligem Boden
Möglichst viel Beton und Stahl verbauen: Das scheint die Nachhaltigkeitsstrategie der Olympischen Winterspiele in den italienischen Alpen zu sein. Betroffen sind vor allem Berggemeinden. Das Tüpfelchen auf dem i ist der Bau einer neuen Seilbahn auf einem abrutschenden Hang in Cortina.
Nach den Spielen ist vor den Spielen
Die Bevölkerung in Frankreich wurde in die Planung der Olympischen Winterspiele 2030 nicht miteinbezogen. Umweltorganisationen mobilisieren für eine Beteiligung der Bevölkerung und für nachhaltige Spiele. Inzwischen bereitet die Schweiz ihre Olympia-Kandidatur für 2038 vor.
Petition gegen Ölkonzerne im Skisport
Ein Ölmulti als Premiumpartner: Der Energiekonzern ENI sponsert die Winterspiele von Milano-Cortina 2026. Athlet:innen fordern nun mit der Petition «Ski Fossil Free» ein Umdenken im Wintersport.
Standpunkt: Die Winterspiele müssen sich der Realität stellen
Grossveranstaltungen versprechen Innovation, Aufschwung und globale Sichtbarkeit. Heute stehen diese Versprechen im Widerspruch zu alpinen Gebieten, die durch die Klimakrise, Abwanderung und einen wachsenden touristischen Druck geprägt sind. Bei genauerer Betrachtung ist Mailand-Cortina 2026 nicht nur ein Sportfest, sondern eines der umfangreichsten öffentlichen Investitions- und Infrastrukturprogramme, die es jemals im Alpenraum gegeben hat. Dessen Auswirkungen gehen weit über die Dauer der Wettkämpfe hinaus, meint Vanda Bonardo, Präsidentin von CIPRA Italien.
«Alpen in Bewegung»: Neuer alpenweiter Aktionstag
Das Alpenfeuer wird neu gedacht. Mit «Alpen in Bewegung» lancieren CIPRA Schweiz und CIPRA International am 29. August 2026 einen alpenweiten Aktionstag.
Das Schmelzen der Gletscher erleben
Bis zum Jahr 2100 werden in den Alpen nur mehr 12 Prozent der heutigen Gletscher vorhanden sein. Im Webinar als Auftakt zum Erasmus+ Projekt «Young Glacier Voices» sprachen Gletscherexpert:innen über das vergängliche Eis.
Generationswechsel bei CIPRA International
Nach sieben bewegten Jahren an der Spitze von CIPRA International tritt Kaspar Schuler in den wohlverdienten Ruhestand. Sein bisheriger Stellvertreter Jakob Dietachmair übernimmt die Geschäftsleitung, neue Stellvertreterin wird Magdalena Holzer. Auch bei CIPRA Österreich gibt es Veränderungen: Paul Kuncio, bisher Geschäftsleiter von CIPRA Österreich, wechselt zu CIPRA International.
Herausforderungen und Chancen des Weitwanderns
Welche Rolle spielt das Weitwandern und was hat sich im Laufe der Jahre verändert? Diesen Fragen ging die CIPRA am 11. Dezember 2025, dem Internationalen Tag der Berge, mit einer Podiumsdiskussion und einer Filmvorführung in Liechtenstein nach.
Offener Brief: Schutz der Alpen vor übermässigem Transitverkehr
Der Alpenraum steht zunehmend unter Druck durch die Klimakrise, die Luftverschmutzung und das stetig wachsende Verkehrsaufkommen. 67 Organisationen, allen voran CIPRA International, haben deshalb einen offenen Brief an EU-Kommissar Apostolos Tzitzikostas und die Verkehrsminister der Alpenländer gerichtet.