20 Jahre Jugendparlament
Turbinen im Trinkwasser und Solarpanels auf Staudämmen: Mit diesen und weiteren Ideen will das Jugendparlament der Alpenkonvention, das Mitte März 2026 in Chamonix/F tagte, die Klimaresilienz in den Alpen stärken.
Warum nicht Solaranlagen auf den Mauern von Stauseen befestigen? So liessen sich erneuerbare Energie nutzen ohne Landschaften zusätzlich zu verbauen, wie etwa die Anlage an der Schweizer Muttsee-Staumauer zeigt. Oder mit Hilfe kleiner Turbinen in bestehenden Trinkwassersystemen Strom erzeugen? Das käme vor allem für kleine, alpine Ortschaften in Frage. Bei der 20. Jubiläumsausgabe des Jugendparlaments der Alpenkonvention (YPAC) stand unter dem Titel «Klimaresiliente Entwicklung» der Klimaschutz und die Anpassung an die Klimakrise im Fokus. Vom 23. bis 26. März 2026 diskutierten Schüler:innen aus acht Partnerschulen in Chamonix über die Themen Gletscher, Energiewende, Bildung und wirtschaftliche Resilienz.
Abschlüsse nur mit Klimabewusstsein
«Lasst uns weiterhin an den Dialog, an die Begegnung mit anderen und an die Kraft der Jugend glauben»: In der Eröffnungsrede betonte Schulleiter Cyprien Piroud aus Chamonix die Bedeutung der zwanzigjährigen YPAC-Zusammenarbeit. Die zukünftigen ökologischen, sozialen und politischen Herausforderungen liessen sich nur gemeinsam lösen. Bei der Generalversammlung stimmten die Schüler:innen über fünf Beschlüsse ab: Neben den zwei Vorschlägen zur nachhaltigen Energieproduktion sollen Gletschervorfelder künftig als Naturparks geschützt werden, Schulabschlüsse ein Klimaprojekt voraussetzen und die Ausbildung von Bergführer:innen ein Modul zum Klimabewusstsein enthalten. Der diesjährige YPAC-Präsident Victor Bertoux zeigt sich hoffnungsvoll: «Ich möchte gerne glauben, dass wir jedes Jahr einen Schritt näher an eine Welt kommen, in der Politiker:innen die Stimmen der Jugend und die Zukunft aller ernster nehmen.»
Quellen und weitere Informationen:
www.ypac.eu