Ökosoziale Transformation im Alpenraum voranbringen
Das Projekt «Alpine Changemaker Network» verbindet alpine Traditionen mit zeitgenössischer Kunst, Kultur und Design. Im Frühling 2026 ist die erste «Assembly» zur Stärkung des Netzwerks geplant.
Von Gemeingütern über ökologische Baumaterialien bis hin zum Wissen über Lawinen, Wetter, Pflanzen- und Tierwelt: In der Alpenregion tragen traditionelle Praktiken und lokales Wissen zu nachhaltigen Lebensweisen bei. Globale Herausforderungen wie die Klimakrise erfordern innovative Lösungen, die auf diesen Traditionen aufbauen, statt sie zu ersetzen. Im Projekt «Alpine Changemaker Network» entsteht ein Netzwerk, welches lokale Traditionen respektiert und mit modernen Ansätzen für ökologische und soziale Resilienz verbindet. «Wir vernetzen und unterstützen Menschen mit unkonventionellen, mutigen Ideen, um den Alpenraum sozial und ökologisch resilienter zu gestalten. Gleichzeitig tragen wir diese Ideen in die Breite, um mehr Menschen zu erreichen und zu inspirieren», erklärt CIPRA-Projektleiterin Marion Ebster-Kreuzer.
Projektstart mit Prototypen
Projektpartner sind kleine Kunst-, Kultur- und Bildungsorganisationen aus dem Alpenraum, die lokale Traditionen aufgreifen und innovative Prototypen entwickeln: OpenSpace Innsbruck, Lungomare, BASIS Vinschgau Venosta, La Foresta und BAU. Zum erweiterten Netzwerk zählen Somalgors74, die Bayerische Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege (ANL), das Center for Mental Health in Rovereto sowie die Genossenschaft Alto Mare aus Schlanders. Die Entwicklungsphasen für die Erstellung von vier Prototypen laufen bereits. Einer davon ist etwa die «Fiumicina», eine offene Küche am Fluss, in der die Lebensmittelversorgung nicht mehr als rein privater Konsumakt, sondern als Gemeinschaftsaktivität gelebt wird. Ein weiterer Höhepunkt ist die erste «Assembly» Ende Mai 2026, die sich mit Chancen und Herausforderungen von Kulturarbeit in Bergregionen beschäftigt. Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt und wird von der Europäischen Union durch das Programm Erasmus+ finanziert.
