Positionen & Forderungen
Die CIPRA sieht es als eine ihrer Kernaufgaben, zu aktuellen Themen und Entwicklungen Stellung zu beziehen. Ihre breite Abstützung als Dachverband mit über 100 Mitgliedsverbänden im Alpenraum legitimiert sie dazu. Die Positionspapiere, Offenen Briefe oder Policy Briefs bieten darüber hinaus Orientierung in komplexen Sachlagen.
Standpunkte der CIPRA
Standpunkt | E-Alpinismus: Inklusion oder Bedrohung für die Alpen?
Exoskelette, E-Tourenski und andere Innovationen stellen den Alpenschutz vor neue Herausforderungen, die weit über das Prinzip «by fair means» hinausgehen. Wer darf wie auf den Berg – und wer entscheidet darüber? Die Lösung liegt weder in einem generellen Verbot noch in einem blossen Appell an die Vernunft, meint Christine Busch, Geschäftsführerin von CIPRA Deutschland.
Standpunkt: Es gibt keinen sicheren Grenzwert für Luftverschmutzung
Frische und saubere Luft wird häufig mit dem Alpenraum verbunden, doch für viele Täler stimmt diese Aussage nicht. Schuld daran sind neben topografischen Faktoren auch menschgemachte wie Verkehr und Heizungen. Eine neue EU-Richtlinie gibt Bürger:innen und Umweltorganisationen mehr Möglichkeiten, sich für saubere Luft einzusetzen. Vor allem jene, die in von Luftverschmutzung betroffenen Alpentälern leben, sollten von der neuen Gesetzgebung Gebrauch machen, meint Špela Berlot Veselko, Geschäftsführerin von CIPRA Slowenien.
Standpunkt: Was, wenn Einigkeit nicht das Wichtigste ist?
Im zunehmend umkämpften alpinen Raum hängt ein gutes Zusammenleben nicht davon ab, Konflikte zu beseitigen. Vielmehr müssen wir lernen, unterschiedliche Meinungen anzuerkennen, Spannungsfelder sichtbar zu machen und den Dialog als Grundlage für eine gemeinsame Zukunft zu nutzen, meint Lauren Mosdale, Co-Geschäftsleiterin von CIPRA Frankreich.
Standpunkt: Gut geht, wer ohne Spuren geht
Staus, Lärm, Abgase: Dieses Problem haben neben dicht besiedelten Ballungszentren auch alpine Regionen durch den immer noch bei weitem dominierenden Anteil des motorisierten Verkehrs. Dabei wüssten wir längst, wie es anders geht, meint Stephan Tischler, Verkehrswissenschaftler an der Universität Innsbruck und Vorsitzender von CIPRA Österreich.