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Alpenzustandsbericht zu Verkehr und Mobilität

Verkehr und Mobilität

Der aktuelle Alpenzustandsbericht ist der erste in einer Reihe von Publikationen zur Entwicklung des Alpenraums. © CIPRA International

Ende November hat der Generalsekretär der Alpenkonvention, Marco Onida, den ersten Teil des so genannten Alpenzustandsberichts präsentiert. Dieser liegt nun neben Englisch auch in Deutsch, Französisch, Italienisch und Slowenisch vor.
Der Bericht trägt den Titel "Verkehr und Mobilität in den Alpen" und widmet sich den Auswirkungen des Verkehrs auf ökologische, soziale und ökonomische Bereiche. Er wird von allen Vertragsparteien der Alpenkonvention, den Alpenstaaten und der EU, getragen.
Analysiert wird im Bericht, wie etwa die demographischen Bedingungen, die Siedlungsweise, wirtschaftliche Rahmenbedingungen einer Region oder der Tourismus Mobilität und Verkehr beeinflussen. Umgekehrt wird auch untersucht, wie sich Verkehr und Mobilität auf Wirtschaft und Gesellschaft, aber auch auf Umwelt und Gesundheit auswirken. Verkehrspolitik wird auf europäischer, nationaler und teilweise auch auf regionaler Ebene behandelt und mit den zuvor beschriebenen Einflussfaktoren in Beziehung gesetzt. Die AutorInnen haben zudem einheitliche Zahlen zusammengestellt, die anstelle bisher oft unterschiedlicher nationaler Angaben z.B. für stark befahrene Transitrouten, als alpenweit harmonisierte Datengrundlage dienen sollen.
Der Bericht, mit dem das Ständige Sekretariat der Alpenkonvention eine breite Öffentlichkeit erreichen möchte, kann in fünf Sprachen unter www.convenzionedellealpi.org/page9_en.htm heruntergeladen werden.
Im Alpenzustandsbericht finden sich konkrete Handlungsempfehlungen. So sei beispielsweise der Schwerverkehr von der Strasse auf die Schiene zu verlagern. Diesem Ansinnen entsprechend bemüht sich derzeit das Land Tirol/A um ein sektorielles LKW-Fahrverbot, bei dem bahntaugliche Massengüter wie z.B. Abfälle, Steine und Erde in Zukunft nur mehr auf der Schiene transportiert werden dürften. Trotz Widerstand der EU, die mit einer Klage droht, soll das Verbot Anfang des kommenden Jahres verordnet werden und im Mai 2008 in Kraft treten.
Quellen: www.tirol.com/politik/innsbruck/73062/index (de), www.tirol.com/politik/innsbruck/73376/index (de), Der Standard, 29.11.2007