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Transfertagung Berghütte der Zukunft im Pilotbau Schiestlhaus - Endbericht

Das Ziel der Exkursion auf das Schiestlhaus war eine offene, aktive Fachdiskussion mit und für ExpertInnen der alpinen Vereine im Bereich Hüttenwesen zur Bewertung und Gewichtung des realisierten Konzeptes "Schiestlhaus", um allgemein brauchbare Ansätze für nachhaltiges Bauen im alpinen Raum zu fördern.

SchiestlhausDer Projektendbericht ist auf der Webseite des Forschungs- und Technologieprogramm "Haus der Zukunft" abrufbar.

Ausgangssituation/Motivation

Auch im Bereich des Bauens im alpinen Raum wird es immer wichtiger, die drei Säulen der Nachhaltigkeit (Ökologie - Ökonomie - Soziales) zu berücksichtigen. Der Neubau des Schiestlhauses (Hütte des ÖTK) versteht sich als Pilot- und Demonstrationsobjekt, um nachhaltige, ökologische Technologien mit einem intelligenten Raumkonzept unter extremen alpinen Bedingungen zu verbinden.

Inhalte und Zielsetzungen

Ziel der Tagung ist eine offene, aktive Fachdiskussion mit und für ExpertInnen der alpinen Vereine im Bereich Hüttenwesen. Das realisierte Konzept "Schiestlhaus" soll dabei bewertet und gewichtet werden, um allgemein brauchbare Ansätze für nachhaltiges Bauen im alpinen Raum identifizieren zu können. Durch Analyse und Evaluierung des Pilotprojektes Schiestlhaus vor Ort erfolgt ein Erkenntnisgewinn für energieeffizientes Bauen von Schutzhütten in den Alpen. Die Ergebnisse können anschließend an EntscheidungsträgerInnen vermittelt werden.

Methodische Vorgehensweise

  • Aufbereitung verfügbarer Daten, thematisch gruppiert für die Phasen Planung-Realisierung-Betrieb
  • Präsentation der strukturierten Projektdaten vor ExpertInnengruppen
  • Diskussion der vorgestellten Lösungen am Bau und an den Komponenten vor Ort
  • Identifikation jener Lösungen, die nach Meinung der ExpertInnengruppen ein hohes Potenzial für nachhaltiges Bauen von Schutzhütten haben.


Ergebnisse und Schlussfolgerungen

ExpertInnenkritik evaluiert jene Lösungen des Pilotbaus Schiestlhaus, die als Grundlage für Planung und Konzeption vergleichbarer Bauaufgaben dienen können.

Dokumentation: Das erarbeitete Material wird für die interessierte Öffentlichkeit im Bereich des alpinen Bauens in einem Bericht zusammengestellt.

Der Austausch mit den wesentlichen Proponenten des Hüttenbaus hat einen sehr hohen Grad an Bewusstsein und Know-How für nachhaltige Konzepte ergeben. Vom Schiestlhaus scheint jedenfalls das räumlich-funktionelle Konzept, der hohe Standard der Gebäudehülle für eine breitere Anwendung geeignet. Beim Lüftungssystem wird die hohe Innenraumqualität anerkannt, kritisch gesehen wird der hohe Technikeinsatz und die Fehleranfälligkeit bei extremen Wind- und Wetterverhältnissen. Das grundsätzliche Energiebereitstellungskonzept mit Rapsöl-BHKW und Photovoltaik wird mittlerweile bei allen jüngeren hochalpinen Bauvorhaben angewendet.


Ausblick

Die generelle Tendenz im Hüttenbau geht zu hocheffektiven Lösungen, die mit wenig Technik und wenig Betreuungsaufwand hohe Umweltverträglichkeit, hohe Betriebssicherheit und hohe Innenraumqualität schaffen. Dazu braucht es insbesondere im Bereich der Lüftung die Entwicklung neuer Low-Tec-Systeme, die robust auf die alpinen Klimaverhältnisse ausgelegt sind.