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Projekte zum Protokoll Bodenschutz

(c) H. Kudronovsky

Bodenkampagne Niederösterreich

Aufbauend auf den Beitritt des Bundeslandes Niederösterreich zum Europäischen Bodenbündnis 2003, startete 2007 die Kampagne „unser Boden – wir stehen drauf!“ mit der erforderlichen politischen Unterstützung durch den Landeshauptmann und den zuständigen Landesrat. Erreichen will man mit dieser Initiative verschiedenste Zielgruppen, angefangen bei SchülerInnen, über Gemeindeverantwortliche bis hin zur gesamten Bevölkerung, insbesondere in den derzeit 70 Bodenbündnis-Gemeinden Niederösterreichs, die als wichtige Partner aktiv für einen nachhaltigen Umgang mit Boden eintreten. Die wichtigsten Themen im aktiven Bodenschutz sollen so in die Köpfe bzw. die Öffentlichkeit getragen und diskutiert werden. Das Leitbild der Kampagne: „Jeder kann einen Beitrag zum Bodenschutz leisten.“

Kontakt:
NÖ Agrarbezirksbehörde
Landhausplatz 1
A-3109 St. Pölten
Tel.: +43 2742 9005-16055
E-Mail: christian.steiner@noel.gv.at
www.unserboden.at

Bodenbündnis Pielachtal

Das Bodenbündnis ist ein Zusammenschluss von Städten und Gemeinden in Europa mit dem Ziel, aktiv für einen nachhaltigen Umgang mit Böden einzutreten. Das „Bodenbündnis Pielachtal“ ist ein interkommunales Pilotprojekt von acht Gemeinden (Ober-Grafendorf, Weinburg, Hofstetten- Grünau, Rabenstein, Kirchberg, Loich, Schwarzenbach und Frankenfels), das neue Schritte für einen aktiven Bodenschutz aufzeigt. Die Kulturlandschaft des Pielachtals steht zunehmend dem Problem der Verwaldung gegenüber, was einen Rückgang von landwirtschaftlichen Produktionsflächen und einen landschaftsökologischen Verlust jahrhundertealter Kulturlandschaft und ihrer Lebensräume, die zentral für Biodiversität und Tourismus sind, bedeutet. Auch die Wohnqualität ist von der Problematik betroffen; diese kann nur durch eine intakte Landbewirtschaftung hintangehalten werden. Aus diesen Gründen wurden in Zusammenarbeit mit dem Landschaftsplanungsbüro „planact“ Maßnahmen erarbeitet, um die Verwaldung zu stoppen und die offene Kulturlandschaft zu erhalten.

Im Planungsprozess fanden mehrere Workshops statt, bei denen man sich mit Ursachen und Auswirkungen des landwirtschaftlichen Flächenverlusts durch Verwaldung bzw. dem Verlust an Flussretentionsräumen beschäftigte. Hier wurden auch die Projektschwerpunkte „Nachhaltige Kulturlandschaftserhaltung und Waldentwicklung“ und „Bodenschutz durch Wasserrückhalt – Vorsorgender Hochwasserschutz“ sowie dazugehörige Lösungsvorschläge und Handlungsmöglichkeiten erarbeitet. Die Ergebnisse fanden Eingang im ‚Kleinregionalen Rahmenkonzept Pielachtal‘. Bezüglich der Hochwasserproblematik befindet sich ein großes Hochwasserretentionsbecken bei Kirchberg an der Pielach in Umsetzung. Die Edelbrand- und die Dörrobstgemeinschaft wurden zur Unterstützung der Landwirtschaft gegründet. Das „Dirndltal“ konnte sich durch das Projekt als Vorzeigeregion im Bereich Bodenschutz auszeichnen und einer breiten Öffentlichkeit die Vorzüge einer überkommunalen Zusammenarbeit aufzeigen.

Kontakt:
Regionalbüro Pielachtal
Schlossstraße 1
A-3204 Kirchberg an der Pielach
Tel: +43 2722 7309-25
E-Mail: regionalbuero@pielachtal.info
www.pielachtal.info