Ins Rollen bringen - Mobilität in den Alpen weiterdenken
CIPRA Jahresfachtagung am 16. und 17. Oktober 2026 in Bozen/I. Wie viel Individual- und Transitverkehr verträgt der Alpenraum eigentlich? Und wer bezahlt den Preis dafür? Mehr Verkehr bedeutet nicht nur Komfort, Wahlfreiheit und wirtschaftliche Dynamik, sondern auch mehr Lärm, schlechtere Luft, Flächenverbrauch und einen tiefen Eingriff in das Alltagsleben der Menschen vor Ort. Während Besucher:innen, Güter und Pendelnde immer grössere Strecken immer schneller zurücklegen, werden gute Lebensqualität, Ruhe und Raum im „Durchfahrtskorridor Alpen“ immer knapper. Zudem durchschneiden mehr Strassen- und Eisenbahnlinien die Lebensräume von Wildtieren.
Weitere Meldungen
Alma Hummelsberger, CIPRA International
Nachhaltig reisen, Grenzen überwinden: YOALIN startet in den Sommer
Mit dem Kick-off in Liechtenstein ist YOALIN in eine neue Saison gestartet: Rund 40 junge Menschen aus dem Alpenraum trafen sich, um mehr über klimafreundliches Reisen, ökologische Vernetzung und nachhaltige Mobilität zu erfahren. Das CIPRA-Projekt verbindet seit 2018 junge Menschen, die die Alpen nachhaltig entdecken möchten.
Janin Salzger, CIPRA International Lab
Klimaschutz: vom Zuhören zum Handeln
Mit den Nachbarn ins Gespräch kommen, Ideen austauschen und Projekte für das Klima direkt in der eigenen Region umsetzen: Diesen Ansatz verfolgt das Projekt «Einfach Machen» in Do-It-Yourself Workshops und Beteiligungsprozessen, bei denen gemeinsam regionale Projekte entwickelt und umgesetzt werden.
Špela Berlot Veselko, CIPRA Slowenien
Standpunkt: Es gibt keinen sicheren Grenzwert für Luftverschmutzung
Frische und saubere Luft wird häufig mit dem Alpenraum verbunden, doch für viele Täler stimmt diese Aussage nicht. Schuld daran sind neben topografischen Faktoren auch menschgemachte wie Verkehr und Heizungen. Eine neue EU-Richtlinie gibt Bürger:innen und Umweltorganisationen mehr Möglichkeiten, sich für saubere Luft einzusetzen. Vor allem jene, die in von Luftverschmutzung betroffenen Alpentälern leben, sollten von der neuen Gesetzgebung Gebrauch machen, meint Špela Berlot Veselko, Geschäftsführerin von CIPRA Slowenien.
Michael Gams, CIPRA International
Die Alpen trocknen aus
Bereits im Juni 2026 wurden in vielen Regionen Rekordtemperaturen gemessen, im Juli und Anfang August folgten die nächsten Hitzeperioden. Die Folgen sind Wassermangel, häufigere Waldbrände und ungewöhnliche Naturschauspiele.
Veranstaltungen
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Grönland - Alles wird anders | Alpines Museum der Schweiz, Bern/CH | |
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Gletscherkarawane 2026 | alpenweit | |
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salvina lab- Projektwoche | Schweibenalp, Berner Oberland | |
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Triftvisite | Triftbrücke, Triftsee, Gadmen | |
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Schatzinsel Alp Flix: Kleinode im Parc Ela entdecken | Sur, 7456, Alp Flix |
Projekte
Alpine Youth on the Move
Im Projekt „Alpine Youth on the Move“ wird die Beteiligung junger Menschen an Themen wie Nachhaltigkeit, Mobilität und politischen Prozessen gestärkt. Jugendliche planen und organisieren Aktionen und Treffen für eine Gemeinschaft.
CIPRA International
FLOW-BIOS
Im Umgang mit alpenweit steigenden Hochwasserrisiken leisten naturbasierte Lösungen einen wichtigen Beitrag, doch dafür braucht es Flächen, die oft in privater Hand sind. Deshalb untersucht das Projekt FLOW-BIOS gemeinsam mit österreichischen und schweizerischen UNESCO-Biosphärenreservaten, wie naturbasierte Lösungen auf privaten Flächen erfolgreich umgesetzt werden können.
CIPRA International | CIPRA Italien
Future Soil Literacy – BodenZukunft
Gesunde Böden spielen eine grundlegende Rolle im Klimaschutz. Dennoch übersehen Entscheidungsträger: innen und die Öffentlichkeit immer noch häufig diese wertvolle Ressource. Das Projekt «BodenZukunft» vermittelt mit unterschiedlichen Methoden Wissen und Werkzeuge, um diese Bewusstseinslücke zu schliessen.
