Naturbasierte Lösungen in alpinen Kommunen
Wie können Gemeinden die Klimakrise bewältigen und zugleich Natur und Lebensqualität stärken? Das Projekt «Naturbasierte Lösungen in den Alpen – Wege zur Umsetzung und Verstetigung naturbasierter Lösungen in alpinen Gemeinden» zeigt, wie naturbasierte Lösungen (NbS) im Alpenraum funktionieren können, welche Voraussetzungen sie benötigen und wie sie erfolgreich auf andere Regionen übertragen werden können.
Der Alpenraum spürt die Folgen des Klimawandels besonders deutlich. Extremwetterereignisse wie Starkregen und Stürme, Naturgefahren wie Lawinen, Muren und Felsstürze, Wasserknappheit und Hitze stellen Gemeinden vor immer grössere Herausforderungen. Diese Veränderungen im Alpenraum haben auch massive Auswirkungen auf die Biodiversität und damit auf Land- und Forstwirtschaft sowie die Gesundheit der Bevölkerung. Naturbasierte Lösungen bieten vielversprechende Lösungen, indem sie die Funktionen von Ökosystemen gezielt nutzen, um Auswirkungen auf den Klimawandel zu mindern und dabei ökologische, soziale und wirtschaftliche Vorteile miteinander zu verbinden.
Aufbauend auf dem Vorgängerprojekt «Naturbasierte Lösungen und ihre Governance-Strukturen für Klimaschutz und Klimawandelanpassung im Alpenraum» untersucht das Vorhaben, wie naturbasierte Ansätze für Klimaresilienz und Biodiversität künftig breiter und wirksamer in alpinen Gemeinden umgesetzt werden können. Dabei werden Erfolgsfaktoren, Hemmnisse und Governance-Modelle ebenso betrachtet wie die Frage, wie sich bewährte Ansätze auf unterschiedliche regionale Kontexte übertragen lassen. Ziel ist es, Gemeinden mit praxisnahen Empfehlungen und Werkzeugen zu unterstützen, ihre Resilienz gegenüber den Folgen des Klimawandels zu stärken und gleichzeitig Natur und Lebensqualität zu fördern.
Naturbasierte Lösungen in den Alpen – Wege zur Umsetzung und Verstetigung naturbasierter Lösungen in alpinen Gemeinden
Projektziele
- Bewährte naturbasierte Lösungen in Gemeinden des Alpenraums erfassen und bewerten
- Voraussetzungen für ihre erfolgreiche Umsetzung untersuchen
- Erfolgreiche Ansätze auf ihre Übertragbarkeit in andere Regionen prüfen
- Gemeinden mit konkreten Handlungsempfehlungen und Werkzeugen unterstützen
- Klimaresilienz, Biodiversität und Lebensqualität im Alpenraum stärken
- Umsetzung der EU-Biodiversitätsstrategie und der EU-Verordnung über die Wiederherstellung der Natur unterstützen
Aktivitäten
- Erhebung von Erfahrungen, Wünschen, Hemmnissen und Erfolgsfaktoren in Bezug auf naturbasierte Lösungen auf kommunaler Ebene mittels einer alpenweiten Online-Umfrage
- Vertiefte Untersuchung von erfolgreichen Umsetzungsbeispielen in bis zu acht Alpen-Gemeinden
- Erstellung eines Syntheseberichts mit Handlungsempfehlungen für Gemeinden
- Ausarbeitung eines Monitoring-Konzepts zur Evaluierung der Wirksamkeit von naturbasierten Lösungen im Alpenraum
- Abschlussbericht mit allen Ergebnissen des Projekts
- Wissenstransfer durch Beteiligung an den Workshops der deutschen Präsidentschaft der Alpenkonvention, Veranstaltung von Fach-Workshops und einer Online-Abschlussveranstaltung
Laufzeit
März 2026 – Februar 2029
Projektpartner
ifuplan (Lead)
CIPRA International
Allianz in den Alpen
Finanzierung
