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Die Alpen drohen zu veröden

Kuh

Über 85 % der ökologisch wertvollen Flächen liegen im Berggebiet. © www.photocase.de

Die Agrarpolitik braucht mehr Ökologie, damit die Vielfalt in den Alpen erhalten bleibt. Die Bergebiete gehören zwar nach wie vor zu den Regionen mit der grössten Biodiversität in der Schweiz, aber Artenvielfalt und Landschaftsqualität nehmen zunehmend ab.
Dies zeigten die Untersuchungen des Forscherteams um die Botaniker Jürg Stöcklin und Markus Fischer für das Nationale Forschungsprogramm "Landschaften und Lebensräume der Alpen". Anhand von vier Fallstudien zeigen sie negative Folgen der intensivierten Landwirtschaft auf. Bergbauern mähen häufiger, verwenden mehr Kunstdünger und halten anspruchsvollere Kuhrassen - dadurch hätten sich Landschaft und Vegetation stark verändert.
In dem abschliessenden Synthesebericht "Landnutzung und biologische Vielfalt in den Alpen" kritisieren die ForscherInnen die heutigen Agrarsubventionen und empfehlen, welche agrarpolitischen Massnahmen die alpine Biodiversität am besten fördern. Sie fordern, dass der Grossteil der Direktzahlungen und produktorientierten Subventionen massiv abgebaut werden sollen. Das so frei gesetzte Geld solle gezielt in Direktzahlungen für präzis definierte ökologische Leistungen verwendet werden.
Quelle und Infos: www.nfp48.ch (de/en/fr), www.nzz.ch/2007/05/29/il/newzzF2A4XF5E-12 (de)