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Publikation

Bürgerbeteiligung im Umwelt- und Gesundheitsschutz: Positionen – Perspektiven – Handlungsfelder

UMID: Bürgerbeteiligung im Umwelt- und Gesundheitsschutz
Erscheinungsjahr2013
ErscheinungsortBerlin
ISBN/ISSNISSN 2190-1120 (Print), ISSN 2190-1147 (Internet)
Sprachede
Bezughttp://www.umweltbundesamt.de/publikationen
ZeitschriftUMID: Umwelt und Mensch - Informationsdienst
Seiten140
Zeitschriften Nr.Ausgabe 2/013
DokumentartZeitschrift, Broschüre
Bürgerinnen und Bürger werden im Bereich Umwelt und Gesundheit immer häufiger und intensiver in Planungen und Prozesse einbezogen, wie Beispiele aus dem Bereich Stadtplanung oder der Planung von Lärmminderungsmaßnahmen zeigen. Auch bei der Bearbeitung komplexer wissenschaftlicher Fragestellungen werden bereits unterschiedliche Formen von Beteiligung praktiziert. Fragen, Wertungen und Empfehlungen der beteiligten Bürgerinnen und Bürger werden in Projekten berücksichtigt und fließen in Gutachten ein.
Planungen und Projekte können von den Vorschlägen und der Expertise der unmittelbar Betroffenen profitieren. Ein anderer Blickwinkel bereichert Prozesse, Entscheidungen gewinnen zusätzliche Legitimation. Dass nicht immer alle Beteiligten einer Meinung sind und bei Entscheidungen letztlich viele verschiedene Aspekte abzuwägen sind, sollte immer nachvollziehbar vermittelt werden.
Bürgerbeteiligung ist keine einfache Aufgabe. Sie ist vielgestaltig, und es gibt, wie die Erfahrungen zeigen, zahlreiche Möglichkeiten für Beteiligungen. Das vorliegende Heft kann deshalb keinen Gesamtüberblick bieten. Es soll vielmehr an ausgewählten Beispielen Herangehensweisen vorstellen sowie Möglichkeiten und Chancen für eine Bürgerbeteiligung im Themenfeld Umwelt und Gesundheit darlegen.
Die Beiträge dieses Heftes zeigen, dass Bürgerbeteiligung vordergründig zunächst zwar immer Zeit und Geld kostet, aber bei klaren Verantwortlichkeiten letztlich kein Hindernis für Entscheidungen darstellt. Vielmehr bietet sie die Chance, das Wissen und Können breiter Bevölkerungsschichten aufzunehmen, Argumente abzuwägen und diese bei den zu treffenden Entscheidungen mit zu berücksichtigen. Natürlich werden dabei auch Probleme deutlich, doch es lohnt sich, die Beteiligungskultur zu stärken. Die Erfahrung zeigt, dass frühzeitige Beteiligungen häufig Kontroversen vermeiden oder zumindest entschärfen, damit Folgekosten einsparen und somit in der Regel insgesamt, sowohl gesellschaftlich als auch ökonomisch betrachtet, die günstigere Alternative darstellen.