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Standpunkt: Machen wir gemeinsame Sache für die Jugend im Alpenraum!

01.10.2021
Der CIPRA Jugendbeirat, das Jugendparlament der Alpenkonvention, die Arbeitsgruppe Jugend des französischen Alpenkomitees und seit 2021 auch der EUSALP-Jugendbeirat: Sie alle beziehen die Jugend in politische Entscheidungen mit ein. Nun ist es Zeit, den eingeschlagenen Weg gemeinsam anstatt nebeneinander weiter zu beschreiten, meinen Jean Horgues Debat, Präsident von CIPRA Frankreich, und Julika Jarosch, Projektleiterin bei CIPRA Frankreich.
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Jean Horgues Debat, Präsident von CIPRA Frankreich, und Julika Jarosch, Projektleiterin bei CIPRA Frankreich.

Vor mehr als zehn Jahren begann die CIPRA, junge Menschen verstärkt in ihre Arbeit einzubeziehen. 2013 gründete sich der CIPRA-Jugendbeirat für Menschen zwischen 14 und 29 Jahren. Und tatsächlich haben wir es geschafft, der Jugend einen Platz in der Alpenpolitik zu verschaffen. Seither treffen in vielen ihrer Projekte jüngere auf ältere Generationen, um gemeinsam Ideen und Perspektiven für ein «gutes Leben in den Alpen» zu entwickeln. Die Idee, junge Menschen an den Verhandlungstisch zu holen, trägt Früchte. Ob durch den Jugendbeirat, ERASMUS+ Projekte oder durch gemeinsame Lobbyarbeit mit anderen Vereinen und Netzwerken im Alpenraum. Der nächste logische Schritt wäre, die Kräfte zu bündeln.

Auf lokaler und regionaler Ebene entstanden Jugendbeiräte, auf internationaler Ebene gründete sich das Jugendparlament (YPAC) der Alpenkonvention, unlängst gefolgt vom Jugendbeirat der EUSALP (Europäische Strategie für den Alpenraum). In Frankreich wurde auf Anregung der Organisationen CIPRA Frankreich, Adrets und educ’Alpes die Arbeitsgruppe Jugend im Alpenkomitee (Comité du Massif des Alpes) offiziell durch den Staat und die Regionen anerkannt. Allen geht es um Jugendbeteiligung, um nachhaltige Entwicklung und um ein gutes Leben in den Alpen. Und dennoch besteht Verbesserungsbedarf bei der Wertschätzung und Unterstützung der Arbeit der NGOs von Seiten der Politik. Einerseits beim Informationsaustausch, andererseits muss die Politik die finanzielle Unterstützung für Akteur:innen im Jugendbereich und vor allem für die jungen Menschen selbst ausbauen. In Frankreich wurden erste Schritte gesetzt – mit einer Strategie sowie dem Bereitstellen öffentlicher Mittel für die Jugend in den französischen Alpen.

Nun ist es an der Zeit, gemeinsam einen Schritt weiterzugehen – jede und jeder in seiner/ihrer Rolle und Verantwortung, auf europäischer Ebene. Ob politische Instanzen, NGOs oder Gemeinden: Nutzen wir Synergien, gewährleisten wir Transparenz zwischen allen beteiligten Parteien und Organisationen. Nur so können wir in Zukunft gemeinsam und auf Augenhöhe voranschreiten.