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Keine Skiverbindung im Naturschutzgebiet

Das Warscheneck gehört zu den bedeutendsten Karstlandschaften Europas – der hier abgebildete nördliche Teil steht seit 2008 unter Naturschutz © R. Mayr

Im April wurde das Rechtsgutachten zur Skigebietserweiterung «Höss – Wurzeralm» seitens des Landes Oberösterreich präsentiert. Damit ist das Thema zu den Akten gelegt.

Das Erschliessungsprojekt im Naturschutzgebiet «Warscheneck-Nord» in Oberösterreich sah vor, die zwei Skigebiete Höss und Wurzeralm seilbahn- und skitechnisch zu verbinden. Die Pläne dafür existieren schon seit langem. Bereits 2011 gab die Rechtsservicestelle Alpenkonvention bei CIPRA Österreich dazu eine negative Stellungnahme ab. Eine Erschliessung sei aufgrund völkerrechtlicher Verträge - wie das Naturschutzprotokoll der Alpenkonvention, welches Österreich ratifiziert hat - nicht möglich. Die Planer des Erschliessungsprojekts gaben aber nicht auf und wollten prüfen lassen, ob eine Überspannung des Naturschutzgebiets mit einer Seilbahn rechtlich zulässig sei. Eine weitere Stellungnahme seitens der Rechtsservicestelle bei CIPRA Österreich und ein Rechtsgutachten der Universität Linz im Auftrag des Landes Oberösterreich, das im April von Naturschutzlandesrat Haimbuchner und Wirtschaftlandesrat Strugl präsentiert wurde, bestätigt nun aber die Aussagen der Rechtsservicestelle deutlich. Da jetzt Klarheit herrscht, kann sich die Region mit Alternativen beschäftigen, die Naturschutz und Wirtschaftlichkeit unter einen Hut bringen.

Der Fall «Warscheneck» ist Teil der Karte «Schutzgebiete im Wandel» zu alpinen Brennpunkten im Bereich Naturschutz. Diese entstand im Rahmen des Projekts «alpMonitor» und zeigt Fälle von bedrohten Schutzgebieten in den Alpenländern auf.

 

Quellen und weitere Informationen:

www.cipra.org/de/cipra/oesterreich , www.cipra.org/de/alpmonitor/natur-und-mensch