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Die Eusalp nimmt Fahrt auf

Die Veranstaltungen der Eusalp fanden im Februar 2017 in den Bayrischen Alpen statt. © Aah-Yeah_flickr

Die EU-Alpenstrategie passierte mit der ersten Generalversammlung in Rottach-Egern/D einen wichtigen Wegpunkt. Doch nicht alles läuft rund.

Ein Jahr nach dem Auftakt im slowenischen Brdo ist der Vorsitz der Europäischen Strategie für den Alpenraum (Eusalp) von Slowenien nach Bayern übergegangen. Anlass gab die erste Generalversammlung am 13. Februar 2017 in Rottach-Egern/D. Die Eusalp ist keine politische Institution. Laut ihrer eigenen Definition ist sie eine Reaktion auf die heutigen Herausforderungen an die Gesellschaft und Umwelt der Alpenländer. In neun thematischen Aktionsgruppen werden grenzüberschreitende Fragestellungen gemeinsam angegangen. Diese Aktionsgruppen haben in Garmisch-Partenkirchen/D im Anschluss an die Generalversammlung ihre Arbeitsprogramme fertig gestellt. 

Vorsicht vor Missbrauch

Die beteiligten AkteurInnen sind mit unterschiedlicher Geschwindigkeit und Intensität am Werke. CIPRA International verfolgt diese Entwicklungen aufmerksam, sowohl als Mitglied der Aktionsgruppen Mobilität, natürliche Ressourcen und Ökologische Konnektivität, als auch als kritisch-konstruktive Beobachterin der anderen Aktionsgruppen. Einige Dinge sind aus Sicht von CIPRA International auf Kurs, andere hingegen erfordern weiterhin ein wachsames Auge. «Ein Punkt, den es im Auge zu behalten gilt, ist das Selbstverständnis der EntscheidungsträgerInnen in der Eusalp», hebt Andreas Pichler, Geschäftsführer von CIPRA International, hervor. Dieses hatte bereits im Vorfeld der Veranstaltungen für Diskussionsstoff gesorgt. «Die Eusalp soll und darf nicht für die Interessen einzelner Gruppen missbraucht werden.» So geschehen beispielsweise beim Versuch, unter dem Deckmantel der Eusalp die Alemangna-Autobahn über die Hintertür wieder zu beleben. Bereits im Vorlauf der Eusalp hat CIPRA International in einem Positionspapier ihre Forderungen zur Eusalp formuliert.

Neue Horizonte

Mit der Europäischen Strategie für den Alpenraum betritt man Neuland. Laut Pichler gilt es, nicht vom Kurs abzukommen und eine ausgewogene, nutzbringende Strategie anzustreben. Ein Fundament für die nachhaltige Entwicklung der Makroregion Alpen ist nach wie vor die Alpenkonvention. Diese versucht denn auch, den Austausch zwischen den Institutionen der Alpenkonvention und den Eusalp-Gremien zu fördern. Dafür gab es an der Alpenkonferenz im Oktober 2016 in Grassau/D ein neues Mandat für eine eigens dazu eingesetzte  Arbeitsgruppe. Auch die CIPRA arbeitet darin mit. Eine weitere Forderung der CIPRA ist, dass die Bevölkerung und die betroffenen InteressensvertreterInnen jeweils möglichst früh miteinbezogen werden.

 

Quellen und weitere Informationen:

www.cipra.org/de/news/eine-strategie-fuer-die-menschen-in-den-alpen , www.cipra.org/de/news/adieu-alemagna-ausbau , www.bayern.de/bayern-uebernimmt-2017-den-vorsitz-bei-der-eu-alpenstrategie-eusalp-europaministerin-dr-beate-merk-gemeinsam-die-eu-alpenstrategie-zu-einem-zukunftsmotor-fuer-den-alpenraum-machen/ , bayern.de/politik/politikthemen/europapolitik-2/eu-strategie-fuer-den-alpenraum-bayerischer-vorsitz-2017/was-ist-die-eu-strategie-fuer-den-alpenraum , ec.europa.eu/regional_policy/index.cfm/en/policy/cooperation/macro-regional-strategies/alpine/ (en)