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Demo gegen die Erschließung des Riedberger Horns

Bild: DAV

Unter dem Motto "Hände weg vom Alpenplan - Rettet das Riedberger Horn" lädt CIPRA Deutschland und seine Mitgliedsorganisationen zur Demo am 06. Oktober, 11.30 in München vor der bayerischen Staatskanzlei ein.

Demo gegen die Skischaukel am Riedberger Horn (Oberallgäu)

Treffpunkt 11.30 Uhr, München, Bürgersteig zwischen Franz-Josef-Strauß-Ring u. Pilotystraße
Abmarsch: 12.00 Uhr zur Bayerischen Staatskanzlei,    
Ende: ca. 12.30 Uhr

Mitbringen: Freunde und Bekannte. Bitte kommen Sie in Skitouren- oder Wanderkleidung. Bringen Sie Skier, Rodel oder Wanderstöcke sowie gute Laune mit!

Hintergund-Info:
Am Riedberger Horn sollen die beiden Skigebiete von Balderschwang und Grasgehren mit Lift und Piste verbunden werden. Folgende Hintergrund-Information: Das Riedbeger Horn liegt in der Schutzzone C des bayer. Alpenplans. Seit dem Jahr 1972 gibt es den Alpenplan. Er wurde als vorbeugendes Konzept zur Verhinderung von Übererschließung, zur Sicherung des Naturraumes und zur Sicherung des Gebietes für die Erholung aufgestellt. Er teilt die bayerischen Alpen in drei Zonen, wovon die Zone C die am strengsten geschützte ist. 43 % der Bayerischen Alpen werden dieser Schutzzone C zugeordnet, in welcher neue Verkehrserschließungen unzulässig sind. Seit 1976 ist der Alpenplan Bestandteil des Landesentwicklungsprogramms (LEP). Der Alpenplan wurde in seinem über vierzigjährigem Bestehen noch nie verletzt! Das Riedberger Horn wäre daher ein Präzedenzfall!
Derzeit läuft auf Antrag der Verwaltungsgemeinschaft Hörnergruppe ein sogenanntes Zielabweichungsverfahren vom LEP, um eine Verbindungsbahn und Piste (Skischaukel) zwischen den beiden Skigebieten von Balderschwang und Grasgehren zu genehmigen. Nach unserer Auffassung ist eine Zielabweichung nicht möglich, zumal der Wunsch für eine Erschließung seit vielen Jahren, - so auch bei der letzten Novellierung des LEP vor zwei Jahren – bekannt ist. Das Riedberger Horn ist einer der wichtigsten Lebensräume im Allgäu für das stark bedrohte Birkhuhn. Zudem sprechen Gesichtspunkte der Alpenkonvention (Protokoll Bodenschutz) dagegen, da das Gebiet erosionsgefährdet ist. Das Bayerische Kabinett will sich dennoch über diese Behörden bindende Richtlinie (Alpenplan im LEP) hinwegsetzen.