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Rhein bald Lachsfluss

Mehrere Kraftwerke verhindern den Auf- und Abstieg des Lachses im Rhein. © Roland Zumbuehl / wikimediacommons

Vom Atlantik bis in die Alpen: Bis 2020 soll der Rhein wieder zum Lachsfluss werden. Der Wanderfisch soll dann ungehindert bis Basel schwimmen können - kurzfristig mit Hilfe von teils unkonventionellen Massnahmen.
Der Rhein war bis vor rund 100 Jahren mit rund einer Million Lachsen der grösste Lachsfluss in Europa. Der Fisch laichte auch in den Zuflüssen wie Thur, Kander, Lütschine oder Reuss. Die Wanderung des Lachses wird seither vor allem durch den Bau von Kraftwerken verunmöglicht. Seit den 1950er Jahren ist er in der Schweiz ausgestorben. Das soll sich nun ändern.
Deutschland, Frankreich, Liechtenstein, Österreich, die Schweiz und die Europäische Union haben im Oktober 2013 an der Rheinministerkonferenz bekräftigt, dass der Lachs ab 2020 vom Rheindelta in den Niederlanden bis nach Basel ungehindert wandern können soll. Grösstes Hinderniss dabei sind acht Kraftwerke zwischen Strassburg/F und Basel/CH. Zwei davon soll der Lachs nun mit einem Fischtaxi überwinden. Die MinisterInnen sprachen sich auch dafür aus, dass in jenen Gewässern, in denen der Lachs dank des gemeinsamen Programms "Rhein 2020" zurückkehren soll, keine neuen Hindernisse gebaut werden. Nachholbedarf sehen sie auch bei Abstiegshilfen: Zahlreiche Tiere verendet auf ihrem Weg zurück ins Meer in den Turbinen der Kraftwerke.
Quelle und weitere Informationen: www.news.admin.ch/message/index , http://bazonline.ch/basel/region , www.iksr.org/index.php?id=124 , www.wwf.ch/de/projekte/schweiz, www.tagesanzeiger.ch/wissen/natur , www.cipra.org/de/presse/medienmitteilungen