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Alpenpolitik im Fokus der Schweizer Grünen

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Energetische Sanierung touristischer Bausubstanz - eine zentrale Forderung der neuen Arbeitsgruppe Alpenpolitik bei den Schweizer Grünen. © pilot_micha / flickr.com

Die Grünen entdecken die Alpen für sich. Die Partei schafft eine eigene Arbeitsgruppe Alpenpolitik, die jetzt mit einer ersten Resolution aufhorchen lässt.
Klimawandel, Vereinbarkeit von Landschaftsschutz und Energieproduktion oder ökologisch-soziale Regionalwirtschaft stehen eigentlich schon im Arbeitsprogramm der Grünen. Jetzt schenkt die Partei den Bergen besondere Aufmerksamkeit. "Der Alpenraum ist eng mit unseren grünen Zielen und Werten verknüpft", so Regula Rytz, Co-Präsidentin der Grünen Partei der Schweiz. Die Interessensvertretung der Berggebiete soll zukünftig nicht mehr allein der bürgerlich geprägten Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete SAB überlassen werden. Die Grünen haben daher eine Arbeitsgruppe Alpenpolitik eingerichtet und den Dialog mit ExpertInnen für Berggebiete und NGOs gesucht.
Erstes Ergebnis der Arbeitsgruppe Alpenpolitik ist eine Resolution mit acht Punkten. Unter anderem fordern die Grünen, dass sich die Schweiz gemeinsam mit den anderen Anrainerstaaten für ein regionales Klimaschutzziel für die Alpen einsetzt. Auch müsse die Regierung ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung stellen, um die Schweizer Berge vor den Auswirkungen des Klimawandels zu schützen. Die Forderung nach einer raschen Einführung der Alpentransitbörse findet sich ebenso im Papier wie ein eigenes Gebäudeprogramm für Berggebiete zur energetischen Sanierung. Die Partei macht sich auch dafür stark, dass "sich die Schweiz mit der Ratifizierung der Durchführungsprotokolle der Alpenkonvention endlich auch formell international klar zur nachhaltigen Entwicklung der Alpen bekennt".
Beim nächsten Treffen im Herbst will die Arbeitsgruppe konkrete Vorschläge zu nachhaltigem Tourismus und energetischer Sanierung erarbeiten.
Quelle und weitere Informationen: www.gruene.ch/web/gruene/de/positionen