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Standpunkt der CIPRA: Helikopter gegen Klimawandel

Schneekanone

Schneekanone: Wer nur auf Schnee und Ski setzt, forciert einen kapitalintensiven Tourismus, der weder klima- noch umweltverträglich ist © Cipra International

Viele Hänge in Italiens Skigebieten sind braun: Die Betreiber wollen deshalb zusätzliches Geld vom Staat und fliegen den Schnee auf die Pisten. Die CIPRA fordert ein Umdenken im Tourismus.
In vielen italienischen Wintersportorten hat es zu wenig geschneit. Skigebiete in der Region Cuneo klagen, dass sie im Vergleich zum letzten Jahr 90 Prozent weniger Einnahmen haben. Aus Klimaszenarien weiss man: Steigen die Temperaturen um vier Grad, sind nur mehr 30 Prozent der Skigebiete in den Alpen schneesicher. Statt jetzt umzudenken spricht man im Piemont von einer Naturkatastrophe. Der Staat soll daher eine zusätzliche Finanzspritze für die Herstellung des bereits stark subventionierten Kunstschnees geben. Dieser wird gar, wie zum Beispiel in Folgaria, Trentino, mit dem Hubschrauber auf die Pisten geflogen.
Die öffentliche Hand muss endlich den Tourismus in Richtung Nachhaltigkeit lenken, verlangt die CIPRA im Compact "Tourismus im Klimawandel". Jeder Euro, der in die künstliche Beschneiung investiert wird, verstärkt die Abhängigkeit von Ski- und Wintertourismus. Mehr Kunstschnee bringt nicht automatisch Mehreinnahmen, kann aber negative ökologische Effekte haben. Die CIPRA fordert daher, dass die öffentliche Hand keine künstliche Beschneiung, sondern langfristige und zukunftsfähige Massnahmen für einen Ganzjahrestourismus unterstützt.
Quellen und weitere Informationen: www.cipra.org/de/alpmedia/dossiers/20, www.youtube.com, http://torino.repubblica.it/cronaca/2012/01/09/news (it), www.targatocn.it/2012/01/16/leggi-notizia (it), www.ladige.it/articoli/2011/12/10 (it)