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Brenner: gigantischer Windpark statt Energieeffizienz

Energieeffizienz

Windpark Sattelberg: Hinter dem Projekt stünden wirtschaftliche Interessen, so Andreas Riedl von CIPRA Südtirol. Eine effektive Klimapolitik sehe anders aus. © Paul-Georg Meister / pixelio.de

Jetzt soll er doch gebaut werden, der höchstgelegene Windpark der Alpen am Brennerpass. Und das, obwohl die eingereichten Projekte bei der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) durchgefallen sind.
Ursprünglich geplant waren 22 fast 100 Meter hohe Windräder am Sattelberg/I und weitere neun am Sandjoch/I. Beide Windkraftketten sollten auf über 2'000 Meter gebaut werden, für beide war der UVP-Bescheid negativ: Die Folgen für die Landschaft und die vielen Zugvögel seien erheblich. Das Projekt am Sandjoch wird daher nicht umgesetzt, wohl aber jenes am Sattelberg. Es gibt einige Auflagen, zum Beispiel werden drei Windräder weniger aufgestellt. Berg- und Naturschutzverbände kritisieren, dass der Verzicht auf das eine Projekt das andere nicht umweltverträglicher mache. Sie prüfen einen Rekurs beim Verwaltungsgericht.
Der ursprünglich geplante Windpark hätte rund 100 Millionen Kilowattstunden pro Jahr produziert. Das sind rund 1,6 Prozent der Südtiroler Stromproduktion. Der Verbrauch an elektrischer Energie in der Provinz Bozen steigt dagegen jährlich um 80 Millionen Kilowattstunden.
Quelle und weitere Informationen: http://unsersattelberg.wordpress.com/, www.tiroler-umweltanwaltschaft.gv.at, www.tirol.gv.at/kundmachungen/kundmachung, www.leitwind.com/Home
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