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Ein politisches Statement zur Alpenkonvention

Die Alpenkonvention muss endlich sichtbar werden und Antworten auf die dringenden Probleme im Alpenraum liefern.

Die Alpenkonvention muss endlich sichtbar werden und Antworten auf die dringenden Probleme im Alpenraum liefern. © Laurent Mignaux, Meddat

Die Alpenkonvention feiert ihren 20. Geburtstag. Sie bildet die Basis für die Arbeit, die Politik und die Projekte des Gemeindenetzwerks "Allianz in den Alpen" - immer mit dem Ziel, eine nachhaltige Entwicklung für die Alpen zu realisieren. Doch wie es die CIPRA in ihrer letzten Ausgabe der SzeneAlpen mit dem Titel "Wer küsst sie wach?" befürchtet hatte, kam es auf der XI. Alpenkonferenz am 8. und 9. März zu keinen zukunftsweisenden Ergebnissen. Nur wenige Umweltminister der Alpenländer kamen zu dem Treffen in Brdo/SI. Und: Neue oder kreative Entscheidungen wurden kaum getroffen.
Trotzdem gibt es Grund zur Freude. Denn bei der Konferenz wurde "Allianz in den Alpen" zum offiziellen Beobachter der Alpenkonvention ernannt. Ab jetzt kann das Netzwerk an Treffen teilnehmen und mit dem Ständigen Ausschuss der Alpenkonferenz zusammenarbeiten. Auf diese Art wird das Gemeindenetzwerk an der Seite von 15 anderen Beobachterorganisationen Druck auf die unterzeichnenden Parteien ausüben können, auf dass sie die internationale Bedeutung der Konvention stärken und konkrete Projekte entwickeln.

Mehr jedoch als die Staaten, die die Konvention unterzeichnet haben, sind die Kommunen als Akteure aktiv, die die Prinzipien der Alpenkonvention mit Leben erfüllen. Aus diesem Grund wurde kürzlich vom Ständigen Sekretariat der Alpenkonvention eine Leitlinie für italienische, französische und slowenische Gemeinden veröffentlicht. Im ersten Teil der Publikation werden die Grundlagen der Alpenkonvention erklärt. Darauf aufbauend werden im weiteren Verlauf mögliche Handlungsaktionen und Good Practice Beispiele vorgestellt. Der Leser erfährt, wie Ideen im Sinne der Alpenkonvention konkret in die Tat umgesetzt werden können. Unter den zahlreichen Projekten, die in der Publikation vorgestellt werden, finden sich auch einige unserer Mitgliedsgemeinden (l'Argentière-la-Bessée, Ostana, Budoia, Massello, Bohinj, Kanjska Gora…). "Ein praktisches Handbuch für Gemeinden, die die Alpenkonvention umsetzen wollen" so Francesco Pastorelli, Allianz-Betreuer, der an der Entstehung der italienischen Fassung beteiligt war.

Die Publikation gibt es spezifisch für französische Gemeinden, für slowenische Gemeinden und für Gemeinden aus Italien www.alpenallianz.org/de/infoservice (de/fr/it/sl). Eine Version für Österreich ist derzeit in Bearbeitung. Für die Schweiz, Deutschland und Liechtenstein sind bisher keine Veröffentlichungen vorgesehen.

Quellen: Gemeindenetzwerk "Allianz in den Alpen", CIPRA International www.cipra.org/de/alpmedia/news-de/4303/ und www.alpconv.org/climate
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