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Biomasse aus Piemonts Wäldern: Der WWF schlägt Alarm

Die Umweltorganisationen WWF, Legambiente und Pro Natura kritisieren die neue Durchführungsverordnung zum Forstgesetz im Piemont/I.

Die Umweltorganisationen WWF, Legambiente und Pro Natura kritisieren die neue Durchführungsverordnung zum Forstgesetz im Piemont/I. © Frank Schultze - ZEITENSPIEGEL

Die Region Piemont/I hat kürzlich eine Durchführungsverordnung zum Forstgesetz von 2009 erlassen, die am 01.09.2010 in Kraft tritt. Das neue Gesetz fördert die Nutzung der Wälder zu Energiezwecken, mit dem Ziel, 20 Prozent des Energiebedarfs mit erneuerbaren Energien zu decken. Damit wurde ein grosser Anreiz geschaffen, die Biomasse aus dem Wald zur Energieproduktion zu verwenden.
Die Umweltorganisationen WWF, Legambiente und Pro Natura kritisieren die neue Regelung massiv und gehen davon aus, dass durch die verstärkte Holznutzung die weiteren wichtigen Funktionen des Waldes in den Hintergrund geraten. Sie verweisen in diesem Zusammenhang auf die Abwehr von Naturgefahren, den Schutz der Landschaft sowie der Biodiversität. Ein Sprecher des WWF geht davon aus, dass durch die Verordnung pro Jahr 2,2 Millionen m3 Holz aus Piemonts Wäldern entnommen werden. Folgen davon sind neben der zunehmenden Erschliessung der Wälder durch neue Forstwege die Gefährdung der Biodiversität sowie der Regeneration und Entwicklung der Wälder. Weiters wird seitens der Umweltorganisationen betont, dass die Verwendung von Biomasse zur Energieproduktion nur dann sinnvoll ist, wenn sie im Einklang mit Natur und Landschaft passiert und keine Ausbeutung stattfindet.
Weiterführende Informationen: www.wwf.it/UserFiles/File/AltriSitiWWF (it)
www.regione.piemonte.it/montagna/foreste (it)