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Die Natur kennt keine Grenzen - das ökologische Kontinuum von ALPARC, CIPRA, ISCAR und WWF

Zerschneidung

Das Projekt "Ökologisches Kontinuum" will erreichen, dass wertvolle Lebensräume in den Alpen weniger oft z.B. durch neue Infrastrukturen zerschnitten werden © CIPRA International

Die Natur in den Alpen soll besser vernetzt und dazu sollen Hindernisse für die Wanderung von Tieren und die Ausbreitung von Pflanzen durchlässiger werden. Vier alpenweite Netzwerkorganisationen wollen dafür ein "ökologisches Kontinuum" in den Alpen ermöglichen. Soeben ist der Startschuss für ein entsprechendes Vorprojekt gefallen.
Die Natur hält sich nicht an Schutzgebiets- oder Staatsgrenzen. Immer häufiger zerschneiden zudem menschliche Eingriffe in Natur und Landschaft Lebensräume und hemmen den Austausch und die Wanderung von Tieren und Pflanzen dauerhaft. Dies gefährdet die für Europa einzigartige biologische Vielfalt in den Alpen.
Ein ökologischer Verbund über die ganzen Alpen und darüber hinaus soll Abhilfe schaffen. Hierzu bereiten das Netzwerk Alpiner Schutzgebiete (ALPARC), die Internationale Alpenschutzkommission CIPRA, das Internationale Wissenschaftliche Komitee Alpenforschung (ISCAR) und das Alpenprogramm des WWF ein Grossprojekt vor. Erste Aktivitäten sind die Erarbeitung einer alpenweit anerkannten Methode zum Aufbau eines alpenweiten ökologischen Verbunds, die Erstellung eines Massnahmenkatalogs, die Auswahl von Pilotgebieten - sowohl in dicht besiedelten Talräumen als auch in Gebieten mit einer besonders hohen biologischen Vielfalt - zur beispielhaften Umsetzung der Massnahmen und die Identifizierung aller für einen alpenweiten ökologischen Verbund relevanten Verbindungen. Weitere wichtige Projektinhalte sind die Entwicklung einer Strategie zur Einbeziehung der Behörden und der Stakeholders (Tourismus, Land- und Forstwirtschaft, Infrastruktur, Raumplanung u.a.) sowie die Erarbeitung einer Kommunikationskampagne.
Die Projektpartner arbeiten im Rahmen der neu eingerichteten Plattform "Ökologischer Verbund" der Alpenkonvention eng mit den Alpenstaaten zusammen. Die schweizerische MAVA Stiftung für Naturschutz finanziert das bis Ende 2008 dauernde Vorprojekt.
Quelle: CIPRA International