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Solarstrom vom Nachbarn

Weg von fossilen Energieträgern: Photovoltaikanlagen in den Alpen haben grosses Potenzial. © Annina Schidla, CIPRA International

Zwei Wege zur Energiewende: Slowenien setzt auf gemeinschaftliche Solaranlagen, eine Studie aus der Schweiz empfiehlt Photovoltaik im Hochgebirge.

Bisher nutzen in Slowenien vor allem Einfamilienhäuser und Geschäftsgebäude Solarenergie. Die Gesellschaft für nachhaltige Entwicklung «Focus», Greenpeace Slowenien und der Gemeindeverband «SOS» wollen Solarstrom noch mehr Haushalten in Slowenien zugänglich machen: Nachbarschaftsgruppen, die gemeinsam Solarstrom erzeugen und nutzen möchten, können um fachliche und finanzielle Unterstützung durch den slowenischen Umweltfonds ansuchen. Eine Gemeinde könnte beispielsweise die notwendigen Flächen zur Verfügung stellen, etwa das Dach eines Kindergartens. Darüber hinaus soll das Recht auf gemeinschaftliche Eigenversorgung mit Strom aus erneuerbaren Energien zukünftig gesetzlich verankert werden.

Die teilnehmenden Haushalte sparen langfristig nicht nur Geld, sie fördern neben der nachhaltigen Entwicklung ihrer Gemeinde auch das Bewusstsein und die Akzeptanz für erneuerbare Energien. Das sei ein Schritt in die richtige Richtung, der Menschen die Möglichkeit gebe, gemeinsam unabhängiger von fossilen Energieträgern zu werden, wie Katja Huš von Greenpeace Slowenien feststellt. «Die Solarenergie wird bereits jetzt für abgelegene Gebiete genutzt und eignet sich hervorragend für die Energieautarkie im Alpenraum.»

Ungenutztes Sonnenpotenzial

Höher hinaus wollen Schweizer WissenschaftlerInnen der ETH Lausanne und des WSL-Instituts für Schnee- und Lawinenforschung. Sie belegen in einer aktuellen Studie das grosse Potenzial von Photovoltaikanlagen im Hochgebirge. Durch die Montage der Zellen im richtigen Winkel könne im Winter nicht nur die Kraft der direkten Sonneneinstrahlung genutzt werden, sondern auch jene des reflektierenden Schnees. Um die alpine Landschaft zu schonen, könnten die Zellen auf Dächern, Bergstationen, Strommasten oder entlang von Straßen installiert werden.

 

Quellen und weiterführende Informationen:

www.greenpeace.org/slovenia/si/Medijsko-sredisce/zadnje-objave/Koncno-Sosedske-soncne-elektrarne-tudi-v-Sloveniji (sl), www.energetika-portal.si/nc/novica/n/javna-obravnava-uredbe-o-samooskrbi-z-elektricno-energijo-iz-obnovljivih-virov-energije-4128 (sl), www.umanotera.org/wp-content/uploads/2016/04/Priro%C4%8Dnik-za-izvedbo-skupnostne-son%C4%8Dne-elektrarne.pdf (sl), www.slf.ch/de/newsseiten/2019/01/dank-schnee-mehr-sonnenenergie-im-winter.html, www.letemps.ch/sciences/solaire-alpes-plein-hiver-fou (fr), www.kulturzentrum-toblach.eu/toblacher-gespraeche/die-toblacher-gespraeche
www.aquaviva.ch/images/Zeitschrift/AV_Nr_1_2019/Solarstrom%20ist%20die%20neue %20Wasserkraft_Mythos%20Wasserkraft_aqua%20viva_1%202019_Aqua%20Viva.pdf, www.luzernerzeitung.ch/wirtschaft/zuger-firma-plant-erste-solarautobahn-der-schweiz-im-wallis-ld.1052600

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