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Junge fordern klimafreundliches Alpenticket

Ein Ticket für die Alpen: Der CIPRA-Jugendbeirat setzt sich für nachhaltige Mobilität ein. (c) Caroline Begle, CIPRA International

Hohe Preise, lange Reisezeiten, komplexe Buchungssysteme: Eine alpenweite Umfrage vom CIPRA Jugendbeirat zeigt, dass nachhaltiges Reisen in den Alpen attraktiver werden muss.

«Wir wollen das Reisen in den Alpen einfacher, nachhaltiger und ansprechender für junge Menschen machen», fasst Karin Augsburger aus Liechtenstein die Vision des CIPRA Jugendbeirates zusammen. Dafür haben sie und die anderen Mitglieder die Idee eines alpenweiten Tickets (AlpTick) ausgearbeitet. Während sieben Tagen innerhalb eines Monats sollen junge Erwachsene zwischen 15 und 29 Jahren mit Zügen, Bussen und anderen öffentlichen Verkehrsmitteln im gesamten Alpenraum reisen können. Um das Ticket für ein junges Publikum erschwinglich zu machen, soll es nicht mehr als 144 Euro kosten.

Mit einer Umfrage zum AlpTick erhielt der CIPRA Jugendbeirat nun Rückmeldung von einem jungen und alpenweiten Publikum. 95 Prozent der insgesamt 264 Teilnehmenden wären daran interessiert, das AlpTick für ihre Ferien in den Alpen zu nutzen. Dies stellt einen beträchtlichen Unterschied zum jetzigen Reiseverhalten dar: Mehr als ein Drittel der Befragten seien für ihren Urlaub in den Alpen auf das Privatauto angewiesen, obwohl über drei Viertel bei der Reiseplanung nach nachhaltigen Verkehrsmitteln sucht.

Nachhaltiges Reisen einfacher machen

Die nicht repräsentative Umfrage ergab zudem: Die jungen Leute schrecken vor hohen Preisen, langen Reisezeiten und komplexen Ticketsystemen für verschiedene Verkehrsmittel und grenzüberschreitende Fahrten zurück. Klimafreundliche Alternativen müssten daher wettbewerbsfähig, attraktiv und leicht zugänglich sein. CIPRA Jugendbeirätin Luisa Deubzer aus Deutschland ist überzeugt: «Ein bezahlbares und grenzüberschreitendes Alpenticket wäre ein gewaltiger Schritt in Richtung klimafreundliches Reisen.»

Mit dem Projekt Youth Alpine Interrail konnte mit Unterstützung der Vertragsparteien der Alpenkonvention bereits ein erster wichtiger Schritt in diese Richtung gesetzt werden. Damit ein ganzjähriges AlpTick Wirklichkeit werden kann, bleiben der CIPRA Jugendbeirat und CIPRA International an diesem Ziel engagiert dran.

Um das AlpTick einen Schritt weiter zu bringen, organisiert der CIPRA Jugendbeirat am 9. Dezember 2020 ein Netzwerk-Workshop im Rahmen des «AlpWeek Intermezzo». Der Workshop findet online statt und richtet sich an nationale und regionale Verkehrsunternehmen sowie an staatliche und regionale VertreterInnen der Alpenländer. Gemeinsam mit ihnen will der CIPRA Jugendbeirat die Herausforderungen und nächsten Schritte auf dem Weg zum AlpTick angehen.

Weitere Informationen und Anmeldung: «AlpenWoche Intermezzo 2020» 

 

Quellen und weiterführende Informationen:

AlpTick (laufendes Projekt)

Ergebnisse der Umfrage zum AlpTick (en)