CIPRA Vertretungen:

Benutzerspezifische Werkzeuge

  Suchfilter  

News

Standpunkt: Damit die Landschaft eine Zukunft hat

Geschäftsführerin CIPRA Slowenien (c) Katarina Žakelj

Die Hüter der Landschaft sind die Menschen, die dort leben. Sie müssen in die Entscheidungs- und Entwicklungsprozesse einbezogen werden, findet Špela Berlot, Geschäftsführerin von CIPRA Slowenien.

Die alpine Landschaft ist ein vielfältiges Mosaik. Sie ist mal idyllisch, mal schroff, spiegelt die Vergangenheit und die Gegenwart der Menschen, die da leben. Aber sie verändert sich: Landwirtschaft, Tourismus, Verkehrswege, Stromerzeugung – deren Infrastrukturen fressen und zerstören Landschaft. Damit die alpine Landschaft eine Zukunft hat, braucht es ihren Schutz, eine vorausschauende Planung und den Einbezug der Menschen vor Ort.

Die zuständigen Fachstellen, der Staat, die Gemeinden reagieren zu langsam, unkoordiniert und zu wenig ehrgeizig. Es fehlt ein regelmässiger, offener, integrativer und lösungsorientierter Dialog zwischen denjenigen, die planen, entwickeln und verwalten, sowie denjenigen, die in der Region leben. Verbindliche Vereinbarungen und ein gemeinsames Verständnis von Schutz-, Verwaltungs- und Entwicklungsmassnahmen tragen dazu bei, Landschaft verantwortungsvoll zu gestalten und verwalten. Fehlt die Zusammenarbeit zwischen Sektoren und Staaten, ist auch der nachhaltige Umgang mit der «Ressource» Landschaft gefährdet. Einer natürlichen Ressource, die nicht erneuerbar ist.

Es ist notwendig, gute Praktiken im Umgang mit Landschaft zu unterstützen. Verbindliche Richtlinien können dazu beitragen, die Menschen dazu ermutigen, nachhaltig und respektvoll mit der Landschaft umzugehen. Im Projekt «Grounds for Landscape Policy» etwa wird ein Abkommen formuliert, das die Grundlage für schnelle, koordinierte, nachhaltige und ehrgeizige Entscheidungen zum Umgang mit Landschaft bildet. Damit werden Ansätze geschaffen, um die Erwartungen, Ziele und Handlungen unterschiedlicher Bereiche und Akteure zu verknüpfen und koordinieren. Landschaft trägt somit dazu bei, die Entwicklung einer Region als gemeinsamer Prozess und wichtiges Element der persönlichen und regionalen Identität erlebbar zu machen.

Špela Berlot, Geschäftsführerin CIPRA Slowenien