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Österreich will Wasserprotokoll der Alpenkonvention

Die Arbeitsschwerpunkte des österreichischen Vorsitzes der Alpenkonvention sind fixiert. Umweltminister Joself Pröll präsentierte am 18. März in Innsbruck/A an einer Pressekonferenz das österreichische Programm. Gemäss Pröll will sich Österreich insbesondere um die Verabschiedung eines Wasserprotokolls, die Verkehrsproblematik und den Abschluss des Berichts zum Zustand der Alpen bemühen.
Österreich wird während den nächsten zwei Jahren den Vorsitz der Alpenkonvention innehaben.
Pröll verwies auf die immanente Bedeutung des gesamten Alpenbogens für den hydrologischen Haushalt Europas und die Problematik der vielfältigen Nutzungsansprüche. In der EU existiere zwar mit der Wasserrahmenrichtlinie ein wichtiges Instrument für den grenzüberschreitenden Gewässerschutz, doch seien nicht alle Vertragsstaaten der Alpenkonvention auch Mitglied der EU. Pröll: "Hier sehen wir die Notwendigkeit einen rechtlichen Rahmen auch unter dem Dach der Alpenkonvention zu schaffen und werden die Vorarbeiten dazu rasch in Angriff nehmen." Mit dieser Initiative greift Österreich eine jahrelange Forderung der CIPRA sowie verschiedener Umweltgruppen auf.
Österreich will zudem seine doppelte Präsidentschaft - Alpenkonvention und EU - im kommenden Jahr nutzen, um die Frage einer nachhaltigen und wirtschaftsverträglichen Verkehrsentwicklung im Alpenraum international zum Thema zu machen. Dabei gilt die Aufmerksamkeit nicht nur dem Transitverkehr sondern auch dem alpinen Eigenverkehr und dem touristischen Zielverkehr. Umweltminister Pröll kündigte in diesem Zusammenhang für Januar 2006 eine internationale Expertenkonferenz in Österreich an.
Schliesslich sollen unter dem österreichischen Vorsitz auch die Arbeiten zum Alpenzustandsbericht abgeschlossen werden. Dabei interessiert den Minister speziell eine klare Dokumentation der Schäden, welche bereits heute als Folge des Klimawandels in den Alpen spürbar geworden sind.
Quelle: http://minister.lebensministerium.at/article (de)
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