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Gletscher schmelzen schneller als erwartet

Zunge des Morteratschglestschers

Die stark zurückgeschmolzene Zunge des Morteratschgletschers/CH. © CIPRA-International

Die Schweizer Gletscher haben zwischen 1985 und 2000 rund 18% ihrer Fläche verloren. Dies zeigt eine neue Studie der Universität Zürich, bei der die Flächenausdehnung von 930 Gletschern per Satellitenbilder analysiert wurde. Im Vergleich dazu hatten sich die Gletscher im Zeitraum von 1973 bis 1985 nur um 1% zurückgebildet. Eine Hochrechnung auf den gesamten Alpenraum ergibt sogar einen Verlust von insgesamt 22% zwischen 1985 und 2000.
Damit erreicht der Schwund bereits heute eine Dimension, die erst in 20 Jahren erwartet wurde.
Besonders betroffen vom Gletscherschwund sind die kleineren Gletscher. Diese tauchen bislang nicht in den Inventurlisten des jährlich erscheinenden Gletscherberichtes auf, in dem nur die Längenmasse von 120 grösseren Gletschern berücksichtigt werden. Die Forscher haben erstmals Daten des Satelliten Landsat mit modernen Methoden digitaler Bildverarbeitung und Geoinformatik automatisiert ausgewertet. Der Satellit überfliegt seit 20 Jahren alle 16 Tage einen Teil der Alpenregion und zeichnet einen 185 km breiten Streifen auf.
Quelle und Infos: www.dissertationen.unizh.ch/2004/paul (de/en)