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Soča (SI)

Wenn sich die Öffentlichkeit auf die Seite der Wildflüsse stellt

Die Wasserkraft der slowenischen Flüsse wird zu etwa 30 Prozent genutzt. Es gibt zahlreiche Pläne für Projekte an den Alpenflüssen Soča, Sava, Idrijca und Radovna. Spätestens seit den 1960er Jahren stösst die Umsetzung solcher Projekte vermehrt auf heftigen Widerstand in der Bevölkerung.

Kurz vor 1960 wurde das erste grössere Projekt für die Wasserkraftnutzung am Oberlauf der Soča bei den zuständigen Behörden eingereicht. Die Erörterung des Projekts verlief anders als sonst. Erstmals entflammte eine breite öffentliche Diskussion, bei der die natürlichen und kulturellen Besonderheiten des betroffenen Gebiets den Interessen an der energetischen Nutzung von Wasserwegen gegenübergestellt wurden.

Das Projekt wurde abgelehnt. Der damals entstandene Meinungskatalog bildete die Basis für viele weitere Diskussionen rund um die Verantwortung der Regierung und der Bevölkerung für Veränderungen im Alpenraum. In den nachfolgenden Jahren wurden weitere Projekte abgelehnt und große Teile der Soča unter Schutz gestellt. Heute hat sich die Bewegung gegen den Verbau von Wasserwegen in Slowenien diversifiziert. Die in Slowenien entstandene Initiative «Balkan Rivers Defence» etwa kämpft mit Leidenschaft und Kajaks am gesamten Balkan erfolgreich gegen den Bau von rund 2'700 Dämmen und Kraftwerken.

Schutzgebiete in Slowenien mit besonderer Berücksichtigung des Alpenraums, balkanriverdefence.org (en)

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