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Welterbe Mont Blanc?

Mont Blanc: Langer Weg zum Gipfel, langer Weg zum Welterbe. ©pixabay

Das Mont-Blanc-Massiv soll UNESCO Weltkulturerbe werden. Die Kandidatur ist ein zeitintensiver und aufwendiger Prozess, für den es grenzüberschreitende Massnahmen und vor allem die Unterstützung der Bevölkerung braucht.

Im Oktober 2017 leiteten Vertreter Frankreichs, der Schweiz und Italiens den Prozess der Kandidatur ein. Eine Vision, die das grenzüberschreitende Kollektiv proMONT-BLANC bereits seit 1991 verfolgt. «Der mehrstufige Prozess der UNESCO-Klassifizierung kann bis zu zehn Jahre in Anspruch nehmen. Es ist darum dringend notwendig, die Bevölkerung zu mobilisieren», erklärt Alain Boulogne, Vize-Präsident von CIPRA Frankreich. Eine aktuelle Umfrage macht Hoffnung: 88 Prozent der Befragten aus der Region Savoyen und Haute-Savoyen sind sich einig, dass Massnahmen zum Schutz des Mont Blanc ergriffen werden müssen. Im Juni 2018 ist eine öffentliche Diskussion zum Thema geplant.
Für die Initiatoren geht es vor allem um den Schutz und die Erhaltung des alpinen Lebensraums, der zunehmend von den Auswirkungen der Erderwärmung betroffen ist. Eine regionale nachhaltige Entwicklung in Einklang mit den Werten des Welterbes ist erklärtes Ziel der UNESCO. Die Erfahrungen bei anderen Welterbe-Stätten zeigen allerdings, dass der Titel nicht selten einen Massenansturm an BesucherInnen mit sich bringt. «Es bleibt zu hoffen, dass mit dem Welterbe-Label auch Massnahmen getroffen werden, den Tourismus in der Region umweltverträglicher zu gestalten», so Katharina Conradin, Präsidentin von CIPRA International.

Quellen und weitere Informationen:

www.pro-mont-blanc.org (fr), www.ifop.com/media/poll/4014-1-study_file.pdf (fr)

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