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Treffen im Bergsteigerdorf Kartitsch – endgültiger Stopp der Alemagna gefordert

(c) J. Essl

Ein Rückblick:

  • Italien spricht sich im Zuge der Ratifizierung des Verkehrsprotokolls der Alpenkonvention für einen Vorbehalt gegen Straßenverkehrsartikel Art. 11 Abs. 1 aus.
  • Bis zum 6. Februar 2014 hatten die Vertragsparteien der Alpenkonvention Zeit, gegen diesen Vorbehalt Einspruch zu erheben, damit diese nicht Rechtskraft erlangt.
  • Die Vertragsparteien Österreich und Deutschland nutzten die Möglichkeit des Einspruchs (siehe: HIER).

Damit ist der Verzicht auf die Errichtung neuer hochrangiger Straßen für den alpenquerenden Verkehr weiterhin völkerrechtlich intakt.
CIPRA Österreich legte sich im Vorfeld dieser Entscheidung tatkräftig gegen diesen Vorbehalt ins Zeug und unterstützte die Bemühungen zur Ergreifung des Einspruchs durch eine Expertise der Rechtsservicestelle Alpenkonvention bei CIPRA Österreich.

Siehe: Stellungnahme_RSS_Verkehrsprotokoll_Italien_deutsch und

Stellungnahme_RSS_Verkehrsprotokoll_Italien_italienisch

Lokalaugenschein vor Ort

Am 27. März 2014 fand im Bergsteigerdorf Kartitsch/Osttirol am Karnischen Kamm gelegen, auf Einladung des Vorsitzenden von CIPRA Österreich, Peter Haßlacher, eine Nachbesprechung zu den Ereignissen der letzten Monate statt. Kernthemen waren das Verkehrsprotokoll der Alpenkonvention und dessen Umsetzung sowie die laufenden Projektplanungen für die Weiterführung der Alemagna in Richtung Norden/Pustertal/österreichische Grenze.
An der Sitzung bis in die späten Nachtstunden nahmen Vertreter aus der Gemeinde Kartitsch, dem Bezirk Lienz, aus dem Cadore Tal, von der Sektion Sillian des Oesterreichischen Alpenvereins, von CIPRA Österreich und vor allem der Generalsekretär der Alpenkonvention, Herr Markus Reiterer, teil. Dieser nahm sehr ausführlich zum Stand des Verkehrsprotokolls aus heutiger Sicht nach den Einsprüchen aus Österreich und Deutschland und der neuerlichen Verbalnote Italiens Stellung. Sehr deutlich legte die Delegation aus Oberitalien das nach wie vor in zahllosen Medienberichten und Planungsoperaten dokumentierte Gefährdungspotenzial durch den Weiterbau der Alemagna-Autobahn dar (weitere Informationen: www.peraltrestrade.it)
Ernüchternd fasste der CIPRA-Vorsitzende Peter Haßlacher zusammen und nahm als Arbeitsauftrag die Intensivierung der Zusammenarbeit, Kommunikation und Abstimmung gemeinsamer Aktivitäten mit in die Alpenhauptstadt Innsbruck.