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Aufwind für Windkraft in Slowenien

Windrad

Das neue Windrad bei Divača kann rund 1200 slowenische Haushalte mit Strom versorgen. © Suisse-eole

Slowenien bekommt seinen ersten Windpark. Enden damit die Widerstände seitens Umweltschützer gegen solche Anlagen?
Die rund hundert Meter hohe Windturbine mit einem Rotordurchmesser von 72 Metern ist die erste eines geplanten Windparks. Sie wurde auf einer drei Quadratkilometer grossen Weidefläche in der Gemeinde Divača/SI in der Nähe von Triest/I aufgestellt. Drei bis vier weitere Windparks sollen in den nächsten Jahren folgen.
Bereits seit zwölf Jahren plant der österreichische Anbieter Alpen Adria Energie (AAE) dieses Windpark-Projekt. Lange Bewilligungsverfahren verzögerten allerdings die Umsetzung. Jetzt realisierte die AAE den Windpark in enger Zusammenarbeit mit der Agrargemeinschaft Dolenja vas, Besitzerin der Weidefläche, und der lokalen Bevölkerung.
In der Vergangenheit waren auch andernorts Windparks geplant. So beispielsweise in der slowenischen Gemeinde Volovja reber. Dieses Gebiet ist ein wichtiger Lebensraum für unter Schutz stehende Greifvögel. Die slowenische Umweltagentur hatte dort dem Bau eines Windparks zugestimmt. Doch NGOs beurteilten das Gutachten als mangelhaft und hielten Einspruch beim slowenischen Umwelt- und Landschaftsministerium.
Jahrelang haben sich slowenische Umweltschützer gegen Windparks gewehrt, da sie die Anlagen an mehreren Orten für nicht umweltverträglich hielten. Mit dem Standort Divača sind sie nun einverstanden. Auch in der Bevölkerung erhält der Windpark Zuspruch.
Generell spielt in Slowenien die Windkraft bei der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien nur eine untergeordnete Rolle. Es gibt nur wenige kleine private Anbieter.
Quellen und weitere Informationen: www.kleinezeitung.at/kaernten/hermagor, www.aae.at/show_content2.php?s2id=275, www.energetika-portal.si/novica/n (sl), http://ptice.si/simarine-natura/wp-content/uploads (sl)