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Das Format ist entscheidend

Es gibt ExpertInnen oder PolitikerInnen, die vergessen, dass es sich beim Austausch mit Jugendlichen um einen Dialog handelt – und sie halten einen Vortrag. Manche konfrontieren sie mit einer Fachsprache – und die Jugendlichen steigen aus. Was braucht es von Seiten der Erwachsenen, damit der Dialog gelingt? Hanna Posch und Maja-Iskra Vilotijevic vom Wiener Büro PlanSinn wissen Rat. PlanSinn führte in den letzten Jahren viele Projekte durch, in denen Jugendliche in ungewöhn­lichen Formaten mit erwachsenen PolitikerInnen oder WissenschaftlerInnen in Kontakt kommen und diskutieren konnten.
Fassen Sie sich möglichst kurz!
Zuallererst ist es entscheidend, das richtige Format zu wählen. Wichtig ist dabei, langen Erwachsenen-Monologen keinen Raum zu geben. Das schafft man zum Beispiel über dynamische, schnelle Formate: Jugendliche stellen viele Fragen und wollen ihre Antworten schnell haben.

Seien Sie auf ein hohes Tempo gefasst!
Jugendliche sind sehr schnell im Denken und Agieren – meist je jünger, desto ungeduldiger – und überfahren nicht selten die ­Erwachsenen mit ihrem Tempo.

Seien Sie vorbereitet auf die Frage nach dem Sinn.
Jugendliche haben andere Prioritäten als Erwachsene. Oft ist ihnen der Sinn einer Initiative oder eines Produkts nicht klar: «Wozu braucht man das überhaupt?» Nicht selten irritiert diese Frage das erwachsene Gegenüber.

Bringen Sie Gegenstände mit und erklären Sie sie verständlich!
Anhand spannenden Bildmaterials oder interessanter Gegen­stände kann man komplexe Mechanismen oder Strukturen anschaulich erklären.

Sprechen Sie die Jugendlichen aktiv an!
Als PolitikerIn oder ExpertIn sollte man versuchen, Jugendliche ins Gespräch zu involvieren, sie für das Thema zu interessieren, am besten mit animierenden Statements, die auch mal provo­kativ sein dürfen.

Es gibt nicht DIE Jugendlichen.
Jugendliche sind genauso heterogen wie Erwachsene.

www.plansinn.at/
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aus: Szene Alpen Nr. 97 (www.cipra.org/de/alpmedia/publikationen/5017)