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Isegrims Rückkehr

Wolf

Wolf: Vorurteile und irreführende Informationen machen seine Heimkehr schwer. © Wandersmann / Pixelio.de

Der Wolf ist in den Westalpen wieder heimisch. Eine italienische Initiative will jetzt den Menschen vor Isegrim schützen.
Zwischen Ligurien und dem Mont Blanc leben, etwa gleichmässig verteilt auf Italien und Frankreich, 33 Wolfsrudel mit je vier bis fünf Tieren. Gesehen wurde der Wolf auch in den Zentralalpen, zuerst im Nonstal im Trentino, dann im Pustertal in Südtirol. Auf das Zusammenleben mit dem grossen Beutegreifer sind viele Regionen aber nicht vorbereitet. Vorurteile und Desinformation machen dem Wolf das Leben schwer: Seit rund zwei Jahren macht in Italien die rechtspopulistische Partei Lega Nord Stimmung gegen die Rückkehr des Wolfs. In der Stadt Cuneo (Piemont) will ein kürzlich gegründeter Verein den Menschen vor dem Wolf schützen. Er sei, so die Initiatoren, nicht nur ein Problem für die Viehhaltung, sondern auch eine Gefahr für Wanderer. Die jüngste Attacke eines Wolfs auf einen Menschen wurde allerdings in der Mitte des 19. Jahrhunderts dokumentiert. In den Westalpen kommen 76 Prozent des Wolfnachwuchses vorzeitig ums Leben: Mehr als ein Drittel davon stirbt durch den Strassenverkehr, knapp die Hälfte durch Wilderei.
Im Piemont gibt es umfassende Massnahmen, um Viehherden vor Wölfen zu schützen. Der WWF fordert, dass die anderen italienischen Regionen dem Beispiel des "Progetto Lupo" folgen. Konflikte zwischen Naturschutz und Weidewirtschaft sollen so gelöst werden.
Quelle und weitere Informationen: www.nzz.ch/nachrichten/hintergrund, http://gruppe-wolf.ch/dateien/02_MM_BundesratBeKo, www.stol.it/Artikel/Chronik-im-Ueberblick, http://dallapartedellupo.blogspot.com/2012/02 (it), www.wwf.it/UserFiles/File (it), http://altoadige.gelocal.it/cronaca/2012/02/08/news (it), www.cipra.org/it/stampa/comunicati-stampa (it)