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Unerschlossene Gebiete Südtirols

Die unerschlossenen Gebiete Südtirols

Die unerschlossenen Gebiete Südtirols: grosse unerschlossene Gebiete entlang des Alpenhauptkammes, mittlere Gebiete in den mittleren Höhenlagen und kleine Gebiete vor allem in den Tallagen. © Büro Trifolium 2010

Der "Dachverband für Natur- und Umweltschutz" hat kürzlich auf einer Pressekonferenz eine Karte über die unerschlossenen Gebiete Südtirols präsentiert. Damit möchte er auf die starke Fragmentierung der Landschaft hinweisen und ein öffentliches Bewusstsein für die Bedeutung von Unerschlossenheit und von unerschlossenen Gebieten, das heisst solchen ohne Verkehrsinfrastrukturen, schaffen.
"Es ist von grosser Wichtigkeit, Gebiete ohne Infrastrukturen zu erhalten und das Bewusstsein zu stärken, dass die Alpen zu unserem Wohlbefinden auf unterschiedliche Art und Weise beitragen", so Kurt Kusstatscher vom Büro Trifolium, welches das Projekt bearbeitet hat. Das Ergebnis des Projektes sind unerschlossene Gebiete verschiedener Grössenklassen und unterschiedlicher Charakteristiken. Die Flächengrösse der unerschlossenen Gebiete alleine ist jedoch nicht ausreichend, um eine Qualitätsbewertung durchzuführen. Laut Kusstatscher braucht es dafür weitere differenzierte Kriterien und eine Gewichtung derselben.
Ziel des Projektes ist es, auf lange Sicht ein Bewusstsein der Bevölkerung zu schaffen und Entscheidungsträgern ein Instrument für die zukünftige Entwicklung an die Hand zu geben.
Südtirol weist mit 2,6 km/km2 Strassennetz einen europaweit sehr hohen Erschliessungsgrad auf. Laut Presseaussendung des Dachverbands für Natur- und Umweltschutz ist es wichtig, eine Qualitätsbewertung der unerschlossenen Gebiete zu erarbeiten und entsprechende, auf das jeweilige Gebiet bezogene Ziel-Richtlinien zu definieren.
Das Projekt wurde 2009 auch mit dem Euregio-Umweltpreis ausgezeichnet.
Quelle und weitere Infos: Dachverband für Natur- und Umweltschutz