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Wasserkraft versus Gewässerschutz

Auf einen Blick sind die geplanten Kraftwerke in naturschutzfachlich wertvollen Gebieten als rote Punkte auf der Karte erkennbar.

Auf einen Blick sind die geplanten Kraftwerke in naturschutzfachlich wertvollen Gebieten als rote Punkte auf der Karte erkennbar. © Okoljsko krovno združenje 2010

Der Umweltdachverband (UWD) Österreich präsentiert die bislang umfangreichste Auflistung von geplanten und sich bereits in der Durchführung befindenden Projekten zur Wasserkraft. Die Projekte werden laufend aktualisiert, aufgelistet und in eine im Internet abrufbare Karte eingetragen. Dabei handelt es sich um 147 Projekte, von denen sich 47 bereits in der Umsetzung und die restlichen 100 in der Planung befinden. Letztere wiederum gliedern sich in 67 geplante Neubauten und 33 Ausbauten.
Ein hoher Anteil betrifft dabei Schutzgebiete und andere ökologisch wertvolle Gewässerabschnitte. Die Durchführung der Projekte würde laut UWD der Zerstörung von wertvollem Lebensraum Vorrang vor der ohnehin unnötigen Erweiterung der Wasserkraft gegeben. Diese würde nicht zur Versorgungssicherheit beitragen, sondern lediglich der Energiewirtschaft zu erhöhten Gewinnen verhelfen. Damit würden die Gewässerschutzbestimmungen sowohl der Europäische Wasserrahmenrichtlinie als auch des Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplans im öffentlichen Interesse einfach "herausgewägt". Wie der UWD mitteilte, sind seit der Bekanntgabe der Liste Ende März weitere Projekte hinzugekommen. Vor allem in den Bundesländern Kärnten und Steiermark häufen sich die Vorhaben für Kleinwasserkraftwerke.
Die Pressemitteilung sowie weitere Informationen stehen zur Verfügung unter
www.umweltdachverband.at/presse (de).